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Kirschblüte in Bonn : Schwer zu glauben, dass das wirklich ist

  • -Aktualisiert am

Zimmer mit Aussicht: Wer solch einen Fensterplatz hat, bleibt auch mal für ein paar Tage daheim. Bild: Ulrike Maria Hund

Es hätte voll werden können in den Straßen der Bonner Altstadt in diesem Mega-Kirschblüten-Beethovenjahr. Aber nun ist alles anders gekommen. Und die Anwohner sind zum ersten Mal seit langer Zeit wieder unter sich.

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          Sie kommen schon morgens um zehn. Von der Straße klingt fröhliches Stimmengewirr. Mädchen haben ihr Schminktäschchen und einen Tross von Freundinnen dabei, manche kommen im Abendkleid, Hochzeitspaare haben den Fotografen im Schlepptau, Inderinnen posieren im Sari, junge Asiatinnen aus Düsseldorf und Tokio schicken Selfies in die Welt, verschleierte Frauen ebenso, sie alle haben ihre Handys zum Kirschblütenhimmel gerichtet. Es ist ein solches Gedränge, dass selbst Fahrradfahrer nur noch mühsam vorankommen. Die Autos stecken fest, die Fahrer hupen. Nutzen tut es nichts.

          So war es bisher. Jahr für Jahr. Seit dem Tag, als ein Blogger auf Facebook unsere Straße zu einer der zehn schönsten der Welt erklärte. Es war am 11. September 2012. Auf der Facebook-Seite „Places to see before you die“ lädt er das Foto der Heerstraße nachts zur besten Kirschblütenzeit hoch und schreibt: „Schwer zu glauben, dass Orte wie diese im wirklichen Leben existieren.“

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