Friedhof von Berlichingen : Ein Gruß vom Götz
Von Oliver Maria Schmitt
Lesezeit: 3 Min.
Vom hohenlohischen Dörfchen Berlichingen kannte ich bislang nur den von dort abstammenden historischen Rittersmann Götz, das goethesche Drama dazu und den damit verbundenen sogenannten „Schwäbischen Gruß“, der aber in nämlicher Gegend kaum noch als Invektive, eher als Ausdruck des umfassenden Erstaunens gebraucht wird. Überhaupt nicht wusste ich hingegen, dass der idyllisch gelegene Flecken zwischen Jagsthausen und Kloster Schöntal auch mal der Sitz einer respektablen jüdischen Gemeinde war und als florierendes „Judendorf“ galt, mitsamt Synagoge, Mikwe (Frauenbad) und Bezirksrabbinat.
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