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Grindelwald : Wehe, der Winter macht nicht mit

  • -Aktualisiert am

Immer weniger Skifahrer, dafür immer mehr Touristen aus Asien: Fahrt mit der Jungfraubahn mit Blick auf den Eiger. Bild: Picture-Alliance

In Grindelwald im Berner Oberland entsteht das größte Bergbahnprojekt in der Geschichte des alpinen Tourismus. Es ist gleichzeitig eines der umstrittensten.

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          Geschwindigkeit und Effizienz sind das Geheimnis des Aufstiegs Asiens zum prägenden Kontinent des einundzwanzigsten Jahrhunderts“, sagt Urs Kessler, Direktor der Jungfraubahn Aktiengesellschaft. Er habe dieses Prinzip schon vor mehr als dreißig Jahren bei seinen ersten Marketingmissionen im Fernen Osten immer wieder gehört und überlegt, wie man es auf sein Unternehmen, das die Bergbahnen zwischen Lauterbrunnen, Grindelwald und dem Jungfraujoch betreibt, übertragen könne. Die Lösung, die er fand und die er als „Generationenprojekt“ bezeichnet, will er am 11. Dezember 2020 mit der Eröffnung einer gigantischen, mehr als sechs Kilometer langen Dreiseilumlaufbahn vom Grindelwalder Ortsteil Grund zum Eigergletscher vollenden.

          Es ist ein Projekt, das in seiner Dimension vielleicht nur hier im Berner Oberland ein Vorbild hat: Zusammen mit der schon zu dieser Wintersaison eröffneten Zehnergondelbahn auf den zwischen Grindelwald und Wengen aufragenden Männlichen, die an derselben Talstation startet, bildet die Bahn unter der Eigernordwand ein V. Die Gesamtkosten der V-Bahn betragen nicht weniger als 470 Millionen Schweizer Franken. Niemals zuvor hat jemand in den Alpen so viel Geld für ein Bergbahnprojekt aufgewendet. Nebenbei wird die Bahn zum Eigergletscher die längste in einer Sektion geführte Umlaufbahn des Kontinents sein – wieder ein Europarekord also, und einen solchen stellte auch 1912 die Bahn zum Jungfraujoch mit ihrer Bahnsteighöhe von 3454 Metern auf. Steinig war der Weg für beide Jahrhundertprojekte.

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