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Grand Canyon : See ohne Wiederkehr

  • -Aktualisiert am

Aus der Luft sind der niedrige Wasserstand des Lake Powell und der „Badewannen-Ring“ gut zu erkennen. Bild: AFP

Dürre setzt dem Lake Powell oberhalb des Grand Canyon zu: Millionen Touristen bleiben auf dem Trockenen. Hausbootsbesitzer sollen ihre Boote vom Wasser holen, solange das noch möglich ist.

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          Neunzehn Jahre währt die Dürre mittlerweile, und nun haben die niedrigen Wasserstände in den großen Reservoirs des amerikanischen Südwestens auch Auswirkungen auf den Tourismus. Am Lake Powell am Kopf des Grand Canyon, wo jedes Jahr zwei Millionen Amerikaner die Sommerferien genießen, erging kürzlich eine Warnung des National Park Service an Hausbootsbesitzer, ihre Boote vom Wasser zu holen, solange das noch möglich ist. Die Hausboot-Rampen an der Wahweap Marina sind bereits geschlossen; nach Prognosen der zuständigen Glen Canyon National Recreation Area könnten demnächst auch alle anderen Motorboote dort betroffen sein. Urlauber, die auf dem 180 Meilen langen, dramatisch verschlungenen See inmitten einzigartiger Sandsteinformationen nasse Erholung von der Sommerhitze suchen, sitzen dann wörtlich auf dem Trockenen.

          Die Dürre ist auch für die Tourismus-Industrie ein Drama – Berechnungen zufolge generieren Aktivitäten rund um die zwei größten Stauseen in Amerika, Lake Mead hinter dem Hoover Dam nahe Las Vegas und Lake Powell hinter dem Glen Dam in Page, Arizona, rund sechsundzwanzig Milliarden Tourismusdollar jährlich. Besonders die Hausboote, die an der Wahweap und der Antelope Point Marina nahe Page vermietet werden, sind beliebt bei Urlaubern, die den gefluteten Sandsteincanyon mit mehr als 3200 Kilometern Uferlinie mit Freunden und Familie auf eigene Faust erforschen wollen. Die zahllosen idyllischen Buchten, das glasklare Wasser und ein fast immer azurblauer Himmel locken aber auch Leute an, die ihre eigenen Wassersportgeräte mitbringen: Motorboote, Jetskis, Pontonboote, Kajaks und Kanus.

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