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Terminal : www.weltraum

Die ersten Olympischen Spiele im Orbit werden voraussichtlich 2054 stattfinden. Dank der Schwerelosigkeit wird in Disziplinen wie Weitsprung oder Kugelstoßen mit einer erheblichen Verbesserung der bestehenden Rekorde zu rechnen sein.

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          Die ersten Olympischen Spiele im Orbit werden voraussichtlich 2054 stattfinden. Dank der Schwerelosigkeit wird in Disziplinen wie Weitsprung oder Kugelstoßen mit einer erheblichen Verbesserung der bestehenden Rekorde zu rechnen sein. Damit andere Sportarten wie Fußball nicht ein wenig langweilig werden wegen ständig wegfliegender Bälle, wird man neue Wettbewerbe erfinden, etwa eine Art Völkerball mit großen Wassertropfen. Alles Humbug? Das sehen die Freunde des Weltraumtourismus anders, die sich im Internet ausgiebig mit dem orbitalen Freizeitspaß beschäftigen.

          Jakob Strobel y Serra

          stellvertretender Leiter des Feuilletons.

          Die Seite www.spacefuture.com macht sich nicht nur über Weltall-Olympiaden Gedanken, sondern skizziert auch die bisher recht kurze Geschichte des Weltraumtourismus, evaluiert dessen Marktchancen und referiert seinen Niederschlag in Film und Literatur. Bei www.space.com/spacetourism erfährt man ebenfalls alles über Reisen ins All, etwa über den Besuch des allerersten Weltraumtouristen Dennis Tito, der 2001 russische Kosmonauten in ihrer engen Behausung besuchte.

          Eigenheim auf dem Mond

          Mit wissenschaftlichem Eifer nähert sich ein junger Ingenieur auf seiner Homepage dem Thema (www.robert-goehlich.de). Er hat seine Doktorarbeit über Weltraumtourismus geschrieben und seine Aufsätze ins Netz gestellt. Sie tragen inspirierende Titel wie: "Ticket Price Strategy for Oligopoly Space Tourism Market" oder: "Suitability of Future Trans-atmospheric Vehicles for Mass Space Tourism Flights". Nur einen kurzen Überblick über den Stand des Weltraumtourismus gibt es bei www.raumfahrer.net/raumfahrt/bemannt/tourismus.shtml.

          Für alle, die es jetzt nicht mehr auf Mutter Erden hält, hat ein kleiner deutscher Weltraumreisenveranstalter (www.spacetourism.de) bestimmt das Passende im Programm: Suborbitalflüge, Flüge in die Schwerelosigkeit, Trainingsflüge mit russischen Kampfjets, und für einen Ausflug zur Raumstation ISS kann man sich vormerken lassen. Das alles ist auch beim Weltraumreisenweltmarktführer zu haben (www.spaceadventures.com), wenngleich nicht geschenkt. Acht Tage im All kosten 20 Millionen Dollar, Suborbitalflüge 102000 Dollar, Trainingsflüge mit Überschallgeschwindigkeit 20595 Dollar. Wer trotz dieser Preise so großen Gefallen am Reisen im Orbit findet, daß er der Erde gleich ganz den Rücken kehren will, kann sich auf der Homepage www.kds-internet.de/wt ein Mondgrundstück kaufen, das deutlich billiger ist als die Anreise - tausend Quadratmeter in Luna City gibt es ab acht Euro. str.

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