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Terminal : www.internetcafe

Vernetzt uns mit der Welt: Internetcafé in Peking Bild: AP

Niemand weiß, wie viele Internetcafés es auf der Erde gibt. Es müssen Hunderttausende sein, und die Zahl ändert sich ständig. Deswegen gibt es keine auch nur annähernd vollständige Liste aller Cybercafés im Netz. Aber Ansätze.

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          Niemand weiß, wie viele Internetcafés es auf der Erde gibt. Es müssen Hunderttausende sein, und die Zahl ändert sich von Sekunde zu Sekunde. Deswegen gibt es keine auch nur annähernd vollständige Liste aller Cybercafés im Netz. Vor ein paar Jahren hatten manche Internetseiten noch den Ehrgeiz, sämtliche Surfgelegenheiten rund um den Globus zu erfassen. Die meisten haben längst resigniert, nur noch eine Handvoll Aufrechter kämpft gegen das Unmögliche.

          Jakob Strobel y Serra

          stellvertretender Leiter des Feuilletons.

          Am weitesten hat es die Seite www.cybercafes.com gebracht, die mehr als viertausend Cafes in hundertvierzig Ländern aufführt und selbst in Bhutan oder Benin fündig geworden ist. Die Seite ist ein Musterbeispiel an Klarheit und Ordnung, verzichtet auf allen blinkenden Kokolores und führt ihre Nutzer über eine interaktive Weltkarte direkt ans Ziel. Die Cafés werden dann mit Adresse, Telefonnummer, Mail, Webseite und manchmal mit Details zur technischen Ausstattung oder zum Ambiente vorgestellt.

          Mailen in Namche

          Die Auswahl ist allerdings mitunter willkürlich; so werden drei Cafés in Kassel genannt, Frankfurt hingegen ist nur mit einem vertreten und damit auch nicht besser ausgestattet als die schöne Stadt Quezaltepeque in El Salvador. Einer ähnlich großen Zahl von Cafés rühmt sich die deutsche Seite www.worldofinternetcafes.de, die gleichfalls nur Basisinformationen und selten Kommentare bereithält. Immerhin hat sie in Frankfurt neunzehn Cybercafes aufgestöbert und brilliert ansonsten mit originellen Schreibweisen wie „Ibizza“.

          Surfen in Dubai
          Surfen in Dubai : Bild: AP

          Alle anderen Verzeichnisse haben einen eingeschränkten Nutzwert. Die Webpage www.cybercaptive.com will knapp sechstausend Cafés in hundertsechzig Ländern gesammelt haben, aber ob das wirklich so ist, wird man wohl nie erfahren, denn die Suchmaschine ist oft kaputt. Daß man sich einen Business-Plan für Internetcafe-Gründer zum Preis von 34,95 Dollar bestellen kann, will kein rechter Trost sein. Hübsch aufgebaut, aber oft nicht mehr als eine leere Versprechung, ist die Website www.world66.com/netcafeguide. Bestenfalls Glückstreffer landet man auf der Seite http://cybercafe.katchup.co.nz/search.asp, die gerne meldet: „Sorry, no cafes found in this city.“

          Noch nicht einmal in Städten wie Barcelona wird sie fündig und schon gar nicht in dem nepalesischen Nest Namche, in dem, wie alle Welt weiß, das am höchsten gelegene Internetcafé des Planeten auf Laufkundschaft wartet.

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