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Internet-Tipps : www.südsee

Darf hier gebrüllt werden? Die Tahiti-Insel „Motu One” Bild: Tahiti Tourisme

Wer würde nicht gerne mal auf eine entlegene Südseeinsel reisen? Im Internet ist das ganz einfach. Hier erfährt der Interessierte dann auch, auf welcher Insel „Skimpy Kleidung Handlung verursacht“ und wo es sich ungeniert brüllen lässt.

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          Die Südsee ist eine geheimnisvolle Welt, vor allem Samoa, über das man auf der Website des dortigen Fremdenverkehrsamtes (www.visitsamoa.ws) liest: „Unsere Inseln erforschen kommen, die in der Kultur, im unspoilt Klima und im Haus zu den freundlichsten Leuten im Südpazifik reich sind.“ In der englischen Version klingt das Ganze dann schon weniger rätselhaft. Dort erfährt man auch viel Vernünftiges über Geschichte, Kultur und Attraktionen Samoas, außerdem gibt es praktische Informationen, darunter einen ganzen Katalog von Verhaltensregeln; oben ohne zum Beispiel ist bei Männern gern, bei Frauen gar nicht gern gesehen.

          Jakob Strobel y Serra

          stellvertretender Leiter des Feuilletons.

          Das Fremdenverkehrsamt von Fidschi (www.bulafiji.com) verzichtet freundlicherweise auf Fremdsprachen, allerdings auch auf die meisten anderen Informationen. Unverzichtbar sind selbstredend die Verhaltensregeln: Man soll nicht herumbrüllen und keine Köpfe berühren. Dagegen darf man in Tonga (www.tongaholiday.com) offensichtlich so laut sein, wie man will, jedenfalls verbietet es einem die schöne Website des Landes nicht. Die größte und beste Homepage der Südsee betreibt Tahiti (www.tahititourisme.de), und das vollständig in verständlichem Deutsch. Es gibt jede Menge appetitlicher Fotos mit blauem Meer und blauem Himmel, viel Hintergrundwissen auch für spezielle Interessen wie Heiraten oder Wellness, allerdings kaum Links und wenig Möglichkeiten der Online-Buchung.

          Bloß keine Handlung verursachen

          Auskünfte auch über die kleineren Südpazifikstaaten bietet die Seite www.spto.org, ein Zusammenschluss der Tourismusorganisationen von den Cook-Inseln, Fidschi, Französisch-Polynesien, Kiribati, Neukaledonien, Niue, Papua-Neuguinea, Samoa, den Salomonen, Tonga, Tuvalu und Vanuatu. Die Landeskunde wird für alle Inseln gemeinsam abgehandelt, danach folgen für jeden einzelnen Staat jeweils ein kurzer Überblick, ein Unterkunftsverzeichnis, ein Veranstaltungskalender und Kontaktadressen.

          Wer jetzt Appetit bekommen hat, kann bei spezialisierten Reisebüros wie www.suedsee-travel.de viel Geld ausgeben, nicht ohne dafür gratis Ratschläge zum genehmen Benehmen etwa für einen Dorfbesuch zu bekommen; dort befiehlt es der Anstand, ein Gastgeschenk mitzubringen und die Sonnenbrille abzunehmen. Im mysteriösen Eiland Samoa lauten die Regeln hingegen so: „Skimpy Kleidung wird nicht in Dörfer empfohlen und wird Handlung verursachen.“

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