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FAZ.NET Spezial : St. Petersburg: Das nordische Wunder

  • -Aktualisiert am

Stadtansicht mit Schiff Bild: laif

Gebaut auf Sümpfen hat sich Petersburg in den vergangenen Jahrhunderten zu einer prachtvollen Metropole entwickelt. Eine Reiseempfehlung.

          1 Min.

          Säulenverzierte Paläste reihen sich dutzendweise dem Ufer der Newa entlang aneinander, leuchten in warmen Ockertönen. Dazwischen pralle Barockleiber, weiße Löwen und Sphinxe. Schimmerndes Gold darüber: nadelspitz die Dächer der Admiralität und der Peter-Paul-Kathedrale, wo die Zaren zur letzten Ruhe gebettet wurden, zwiebelrund die Türmchen der kindlich-bunten Auferstehungskirche, überdimensional die Kuppel der Isaaks-Kathedrale. Architektonische Üppigkeit ist in St. Petersburg die Norm.

          Aber verglichen mit dem Winterpalast und dem weitläufigen Schlossplatz davor wirken selbst diese Prachtbauten bescheiden. Hinter der pompös geschmückten Fassade der früheren Zarenresidenz zeugen die rund drei Millionen Objekte der Eremitage-Sammlung von der Kunstbesessenheit der ehemaligen Bewohner. Kein großer Name fehlt hier: da Vinci, Michelangelo, Rubens, Rembrandt, Renoir, Picasso.

          Wiederaufgebaut statt wiedergefunden: Bernsteinzimmer

          Hingabe, sagt man, sei eine Facette der russischen Seele. Bedingungslose Liebe zur Kunst beweisen auch jene 30 Museumsrestauratoren, die seit über 20 Jahren das legendäre Bernsteinzimmer nach alten Vorlagen neu erschaffen - für kaum mehr als Gotteslohn.

          Weltberühmte Kunstsammlung: Die Eremitage
          Weltberühmte Kunstsammlung: Die Eremitage : Bild: laif

          Das größte Wunder aber ergibt sich nicht aus St. Petersburgs Schätzen. Es zeigt sich in der Tatsache, dass es überhaupt existiert. Mitten in das sumpfige Mündungsdelta der Newa senkte Zar Peter der Erste vor fast 300 seinen Traum von einem Zugang zur Ostsee. Die Staatskasse war durch den jahrelangen Krieg gegen Schweden nahezu erschöpft. Tausende Arbeiter verloren bei dem Kampf gegen die feindliche Natur ihr Leben. Die Herrschenden in Stockholm amüsierten sich über so viel Irrsinn - und verzichteten auf ein militärisches Einschreiten.

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