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Event-Tipp : Hommage an den Magier in Weiß

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Robert Ryman malt bevorzugt in Weiß. Zu seinem 70. Geburtstag zeigt das Haus der Kunst in München die Werke des Amerikaners, der in einer Reihe steht mit Andy Warhol und Jasper Johns.

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          Der amerikanische Künstler Robert Ryman, Jahrgang 1930, zählt zu den Klassikern der Malerei des 20. Jahrhunderts. Seine Gemälde hängen in den bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt, allein in New York im Museum of Modern Art, Guggenheim Museum und im Metropolitan Museum. Das Haus der Kunst in München zeigt jetzt eine große Retrospektive.

          Die Bekanntheit seiner Zeitgenossen Robert Rauschenberg, Andy Warhol oder Jasper Johns hat Robert Ryman nicht erreicht. Trotzdem reihen in Kunstkenner dort ein. Sein eher stilles, aber radikales Werk hat eine enorme Aktualität.

          Das Haus der Kunst in München zeigt zum 70. Geburtstag Rymans einen Rückblick auf sein Schaffen - es ist die erste große Übersichtsausstellung in Deutschland seit fast zwei Jahrzehnten.

          Kunstgeschichtler nennen Ryman den „Magier des Weiß". Und tatsächlich benutzt der Maler fast ausschließlich weißes Farbmaterial. Ob er mit Öl arbeitet, Email- oder Lackfarbe verwendet, ob er eine Gouache auf Papier herstellt oder eine Malerei auf Leinwand im Riesenformat von über drei mal drei Metern - die Oberfläche des Bildes scheint immer weiß zu sein. Weiß ist für Ryman die Farbe, die „sichtbar macht" und bei näherer Betrachtung eine außerordentlich differenzierte Vielfalt unterschiedlicher Tonstufen und Farbnuancen offenbart.

          Die Ausstellung zeigt rund 50 zentrale Werke Rymans, viele werden zum ersten Mal in Europa gezeigt. Die einzelnen Arbeiten werden nicht in einer chronologischen Abfolge präsentiert, sondern in atmosphärischen Zusammenhängen.

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