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Einkaufen : Nach Weihnachten fallen die Preise

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Nach Weihnachten gibt es Prozente Bild: dpa

Nach Weihnachten rufen die europäischen Städte zur Schnäppchenjagd beim Winterschlussverkauf.

          In Deutschland beginnt die Zeit der Wühltische und Schnäppchenjäger erst am letzten Montag im Januar - im europäischen Vergleich relativ spät. In London dagegen sind die Termine der "January Sales" zwar nicht starr geregelt, beginnen aber schon Ende Dezember. 50 bis 75 Prozent lassen sich sparen. Vor allem in den teuren Straßen lohnt sich das Stöbern: Die Designer-Läden in der Bond und Sloane Street sowie an der Knightsbridge schaffen Platz für die neuen Kollektionen. Bis Anfang Februar dauern die "Sales" - je später man kommt, desto billiger lässt es sich einkaufen.

          In der Modestadt Paris beginnen "Les Soldes" am 9. Januar und dauern bis Mitte Februar. "Dégriffé", "Remises" - überall locken Schilder, die Verbilligung versprechen und die die ansonsten sehr hohen Preise sinken lassen. Unbedingt besuchen sollten Shopping-Verrückte das 9. Arrondisement: Rund um die Oper herrscht Trubel vor den riesigen Kaufhäusern Galeries Lafayette und Printemps. Außerdem hat der Pariser Schlussverkauf eine Besonderheit: Reduziert wird nicht nur der Preis für Kleidung, sondern an allen Artikel hängen Etiketten mit reduzierten Preisen: auch für Kosmetika oder etwa die Brille vom Optiker.

          Belgien in Zeitnot

          Terminschwierigkeiten hat dieses Jahr Belgien. Der Schlussverkauf wurde verschoben, um noch mehr Verwirrung während der Einführung des Euro zu vermeiden. Die Preise fallen daher statt kurz nach Weihnachten erst am 19. Januar. In Europas Hauptstadt Brüssel werden die Händler zwar verspätet reduzieren, der Schlussverkauf dauert aber wie gehabt einen Monat. Den Shopping-Trip durch Brüssel startet man am besten auf der Avenue Louise, der beliebten Einkaufsstraße. Wer es schriller mag, der geht in die Rue Dansaert, wo die belgischen Avantgarde-Designer ihre Showrooms haben.

          Belgiens Modezentrum ist das 50 Kilometer entfernte Antwerpen. Ann Demeulemeester, Dries van Noten, Walter van Beirendonck und andere Avantgarde-Designer haben hier ihren Sitz. Wem diese Namen nichts sagen, der geht zum Auftakt erst mal ins Antwerpener Modemuseum. Alle anderen besuchen die Boutiquen der heißesten Jungdesigner rund um den Polizeiturm an der Lombardenstraat. Eine Art Mode-Supermarkt ist das "Fish&Chips" in der Kammenstraat. 120 Modelabels sind dort im Angebot.

          Günstig in Prag

          Richtig günstig wird es in Prag. Bis vor wenigen Jahren gab es hier noch keinen Schlussverkauf. Mittlerweile beginnen aber auch die tschechischen Händler ihre Ware nach Weihnachten zu reduzieren. Für Einkaufslustige ist Prag ein Paradies, denn die ohnehin günstigen Preise werden noch mal verringert. Feste Termine gibt es bisher nicht, dafür Europas günstigste Preise. Einkaufstipp: Die Prager Neustadt mit ihren modernen Einkaufszentren, Bars und Restaurants.

          Im benachbarten Österreich wurden die gesetzlichen Vorschriften zum Schlussverkauf schon vor zehn Jahren abgeschafft. Deswegen sinken die Preise in den Wiener Geschäften teilweise schon kurz vor dem 24. Dezember, spätestens aber Anfang Januar.

          In Italien geht es in der zweiten Januarwoche mit den Preissenkungen los - offiziell. Die besten Angebote machen die Boutiquen in der Modemetropole Mailand aber schon kurz nach Silvester. Ferragamo, Versace, Prada, Gucci: In der Via Montenapoleone und in der Via della Spiga sind zahlreiche namhafte und exklusive Designer versammelt - und mit ein wenig Glück sind die begehrten Teile dieses eine Mal im Jahr erschwinglich.

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