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Dubai : Wo die Kamele wohnen

  • -Aktualisiert am

Vorsicht „Wildwechsel” Bild: dpa

Sand ist für Emiratis so vielfältig wie Schnee für Eskimos und Gras für Indianer.

          Neben allem Luxus bieten Stadt und Hotels Wüstensafaris an. Für 300 Mark können Urlauber so den rot, gold und gelb schillernden Sand erleben. Die Einheimischen haben etwa 30 Begriffe für Sand. Sie unterscheiden zwischen festem, frischen, weichen, durch Wind gehärteten und durch Nachtfeuchte gefestigten Sand. Die feinen Abstufungen erinnern daran, wie Indianer Steppengräser oder Eskimos Schnee beschreiben.

          Bei jeder Wüstentour gibt es touristische Attraktionen. Kamelreiten gehört genauso dazu, wie das eingeplante Festfahren eines High-Tech-Jeep in einer Sandverwehung und das dazugehörige abenteuerliche Ausbuddeln. Aber die Wüste hat auch ungeplante Sensationen für Besucher parat. So begegnen den Urlaubern auf der Fernstrasse nach Oman zuweilen freilaufende Kamele. Diesen „Wildwechsel“ sollen lange Zäune verhindern. Falls doch einmal ein Kamel entwischt, jagt es die Polizei mit einem Auto zum nächsten Zaunloch - schon mal mit 35 Stundenkilometern.

          Wochenendkurzreise in die Oase

          Richtung Nord-Ost durch die Wüste gelangt der Besucher in eine der wenigen natürlichen Oasen - Hatta in Oman, einem anderen Emirat, Wochenenddomizil der Scheichs. Von dort aus bietet sich ein Ausblick auf grün-rot-braun leuchtende Bergketten mit Palmenhainen im Tal. An ihren Wochenenden, bei Muslimen Donnerstag Nachmittag und Freitag, fahren die Emiratis in die Steinwüste, um Wasser zu sehen. Daher hat in Dubai fast jeder Haushalt einen Geländewagen. Aber nicht irgendeinen - entsprechend dubaischer Standards muss es schon ein großer Mercedes-Jeep oder etwas Ähnliches sein.

          Trotz der Grenze nach Oman braucht der Besucher aber für einen touristischen Tagestrip noch kein Visum.

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