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Drehorte : Schottland - gar nicht sparsam als Filmgastgeber

  • -Aktualisiert am

Es kann nur einen geben: der Familiensitz des Highlanders. Bild: British Tourist Authority

Wer hätte gedacht, dass die sparsamen Schotten die imposantesten Kulissen haben?

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          Allein die Musik von Mark Knopfler ist ein Knaller, aber nicht nur sie hat Burt Lancasters Film „Local Hero“ (1983) zum Kult werden lassen. Dem verschlafenen Dörfchen Pennan bei Banff (zwischen Aberdeen und Inverness) hat der Streifen regen Touristenverkehr gebracht. Wer im winzigen Pennan Inn übernachten möchte, der schafft das nur mit Reservierung.

          Im Film hieß der Ort Ferness, der dazugehörige Strand jedoch liegt wundersam an der schottischen Westküste. Er gehört zu Camusdarrach in Morar bei Fort William. Dass „Loch Ness“ (1995, mit Joely Richardson) am gleichnamigen Monstersee gedreht wurde, daran führte für den Regisseur John Henderson kein Weg vorbei. Und doch: Einige Szenen entstanden am Loch Torridon und auf der Burg Eilean Donan an der Westküste bei der Isle of Skye. Wenn Ihnen dort die Ruine bekannt vorkommt, dann vielleicht daher, weil sie auch im Film „Highlander“ (1986, mit Sean Connery) als eindrucksvolle Kulisse diente. Die Außenaufnahmen von Joely Richardsons Hotel wurden in Lower Diabaig gedreht, einem Nest 70 Kilometer nordwestlich von Loch Ness.

          Wüstenwahn in Wales

          Der Oscar-überhäufte Hollywoodstreifen „Gladiator“ (USA 1999) von Regisseur Ridley Scott führt die Zuschauer hinters Licht, was den Drehort betrifft: Der Anfang des Films wurde mitnichten auf dem Gebiet des einst römisch besetzten Germaniens gedreht, sondern im Staatsforst von Farnham in Surrey.

          Von wegen Germanien und Rom: „Gladiator” wurde in Wales gedreht
          Von wegen Germanien und Rom: „Gladiator” wurde in Wales gedreht : Bild: Brithish Tourist Authority

          Das Pariser Olympiastadion des Films „Chariots of Fire“ (1981, mit John Gielgud), der nicht zuletzt wegen der Musik von Vangelis berühmt wurde, ist in Wirklichkeit das Bebington Oval in Merseyside an der englischen Westküste. Und die Küste von Wales hielt schon in „Lawrence von Arabien“ als Ersatz für die jordanische Einöde her: Schauen Sie bei den Sanddünen von Merthyr Mawr in der Nähe von Bridgend mal näher hin. In Nordwales entstanden nämlich auch Passagen des Ingrid Bergmann-Klassikers „Die Herberge zur Sechsten Glückseligkeit“ (1958), der eigentlich im fernen China spielt.

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