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Dossier : Von der Museumsinsel ins Szeneviertel

  • -Aktualisiert am

Der Monolith im Vigeland Skulpturenpark Bild: Oslo Promotion/ Nancy Bundt

Auf Bygdöy gibt es reichlich Vikingerschiffe oder Skulpturenparks. Nach soviel Kultur schmeckt das Bier im Szeneviertel Grünerløkka besonders gut.

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          Bygdöy ist die Museumsinsel Oslos, aber auch grüner Vorort mit vielen stattlichen Villen. Im Vikingskiphuset sind drei Wikingerschiffe ausgestellt, mit denen die wilden Vorfahren der Norweger vor rund 1000 Jahren Handel getrieben und die Welt in Angst und Schrecken versetzt haben.

          Auch die anderen norwegischen Abenteurer haben auf Bygdöy ihren Platz gefunden: Thor Heyerdahl, der mit dem Balsaboot "Kon-Tiki" von Peru nach Polynesien gesegelt ist und mit dem Papyrusboot "Ra" den Atlantik überquert hat. Auch heute, als über 80-jähriger, ist der Weltenbummler und Archäologe noch äußerst agil. Gleich neben dem Heyerdahl Museum hat die dickbäuchige "Fram" ihren letzten Hafen gefunden, mit der die Polarforscher Fridtjof Nansen und Roald Amundsen Nord- und Südpol erkundet haben. Ein weiteres Highlight ist das norwegische Volksmuseum mit seiner umfangreichen Sammlung alter Gebäude. Ein Rundgang durch das Freilichtmuseum ist wie eine Reise durch Norwegen en miniature.

          Liebespaare unter Steinriesen

          Wer die Nase voll von Museen hat, der kann sich im Frognerparken beim Bummeln die kalte Winterluft um die Nase wehen lassen. Oder er schnallt die Skier an und geht mit den Norwegern auf die Loipen. Oder er staunt über die 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland. In einem jahrelangen Arbeitsrausch hat er Hunderte von teilweise riesigen Figuren geschaffen. Höhepunkt seiner Skulpturenlandschaft ist der Monolith, eine 17 Meter hohe Steinsäule aus ineinander verschlungenen Menschenleibern. Um den Monolithen herum stehen weitere Steinkolosse, überlebensgroße nackte Menschen. Liebespaare treffen sich bei den Steinriesen, schmiegen sich in die Rundungen der Figuren und genießen jeden Sonnenstrahl. Kinder machen Klimmzüge an den Skulpturen, und die Möwen setzen Vigelands Werken weiße Hüte auf.

          Grünerløkka: Oslos Greewich Village

          Szenenwechsel. Weg von den klassischen Postkartenmotiven, hinein ins andere Oslo: Grünerløkka ist für die norwegische Hauptstadt wie Greenwich Village für New York oder Mitte für Berlin. Früher war "Løkka" ein Arbeiterrevier. In 14-Stunden-Schichten kämpften seine Bewohner in den Fabriken ums Überleben. Heute lebt hier eine bunte Mischung aus Künstlern, Rechtsanwälten, Studenten, Einwanderern und Börsenmaklern. Die einen haben sich in diesen Stadtteil verliebt, die anderen schätzen ihn wegen der noch erschwinglichen Mieten. So bietet "Løkka" eine bunte Mischung aus liebevoll restaurierten Häusern und ziemlich maroden Mietskasernen.

          Hier gehen sogar Prinzen auf Tour

          Kleine Parks, Geschäfte, Cafés und Restaurants locken mittlerweile auch Touristen an, die nach einer gemütlichen Kneipe oder einem kleinen Restaurant suchen. Dort treffen sich abends die Osloer, diskutieren stundenlang, essen eine Kleinigkeit und trinken ein paar Bier. Fast immer sind die Kneipen in Grünerløkka bis weit nach Mitternacht brechend voll. Vielleicht liegt es am Bier, das hier um einiges billiger als auf der Karl Johan oder in Aker Brygge zu haben ist. Auch Kronprinz Haakon war vor seiner Hochzeit mit Mette-Marit häufig in Grünerløkka unterwegs.

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