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Dossier : Typisch norwegisch - die Westküste mit ihren imposanten Fjorden und wilden Bergen

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So fängt alles an: mit Kurs auf die Fjordlandschaft Bild: Fure/NTR

Fjorde prägen das Bild Westnorwegens. Zwischen Stavanger und Kristiansund - dem klassischen Fjordland - bilden die Finger des Meeres eine spektakuläre Landschaftskulisse.

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          Norwegens Küste ist zerklüftet wie keine andere in Europa. Unendlich ist die Zahl der Buchten, Inseln, Schären und Fjorde von der Hauptstadt Oslo im Süden bis hinauf in den hohen Nor-den an der russischen Grenze. Auch wenn fast die gesamte Küste aus Fjorden besteht: Nirgendwo sind sie länger, tiefer, majestätischer, wilder und imposanter als in Westnorwegen. Hier haben die riesigen Gletscher der letzten Eiszeit besonders eindrucksvoll als Landschaftsgestalter gewirkt.

          Jeweils rund 200 Kilometer weit ins Land reichen die größten Fjorde Norwegens, der Sognefjord und der Hardangerfjord. Ihre anfangs weiten Buchten verästeln sich auf dem Weg ins Landesinnere zu einem imposanten Labyrinth aus Meer und Land. Viel spektakulärer sind aber häufig die Winzlinge unter den Fjorden, deren Finger von Schluchten mit fast senkrechten, oft mehr als 1.000 Meter hohen Felswänden begrenzt werden. Hier wird der Mensch zur Nebensächlichkeit und selbst die großen weißen Kreuzfahrtschiffe schrumpfen zu unbedeutenden weißen Punkten auf der Wasseroberfläche.

          Fruchtbare Oasen in schwindelerregender Höhe

          Das westnorwegische Fjordland hat es seinen Bewohnern nie leicht gemacht. Obwohl der Golfstrom viel Wärme mitbringt und Obst- und Gemüseanbau möglich macht, bilden Fjorde und Fjells häufig unüberwindbare Hindernisse, die die Menschen seit Jahrhunderten schier zur Verzweiflung bringen. Fruchtbares Land ist knapp, ein schmales Stück am Ufer oder ein paar Quadratmeter in Schwindel erregender Höhe an der Felswand sind alles, was das Fjordland seinen Bewohnern bietet.

          Die Natur dirigiert den Verkehr

          Auch heute noch sind viele Straßen in kleine Stücke zerhackt, die mit viel Aufwand durch Fähren zusammengeknotet werden müssen, denn die tiefen Fjorde widersetzen sich meistens erfolgreich einem Brückenbau. Oft sind die Uferstreifen so schmal, dass jeder Meter Straße in den Fels gesprengt werden muss.

          Autos schlängeln sich an den gefalteten Fjordufern entlang, denn Geradlinigkeit - zumindest straßenbezogene - ist hier nicht zu verwirklichen. So wurde dann auch der Eisenbahnbau erst gar nicht ernsthaft in Angriff genommen: der Bau der Bergensbahn schon einen ausreichenden Vorgeschmack auf die zu erwartenden Schwierigkeiten gegeben.

          Den kleinen Unterschied erkennen nur Eingeweihte

          In den vier Fjordprovinzen Rogaland, Hordaland, Sogn og Fjordane und Møre og Romsdal trennten seit jeher Gebirge und Wasser die Menschen, häufig wohnte der nächste Nachbar am anderen Ufer des Fjordes oder jenseits des Gletschers. Deshalb hat jedes Tal im Laufe der Zeit seinen eigenen Dialekt entwickelt. Auch heute noch verraten diese kleinen Unterschiede im Tonfall Insidern, wo ein Fjordländer zu Hause ist.

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