https://www.faz.net/-gxh-aephk

Österreich : Und wenn der Gletscher weg ist? Kein Problem!

  • -Aktualisiert am

Abschiedstour: Wanderer auf dem Weg zum Jamtalgletscher vor den Gipfeln der Silvretta. In 20 Jahren wird er weitgehend verschwunden sein. Bild: ÖAW/ Daniel Hinterramskogler

Der Jamtalgletscher in Tirol verschwindet unaufhaltsam. Der kleine Wintersportort Galtür macht daraus nun eine Attraktion – mit wissenschaftlichem Beistand.

          6 Min.

          Allzu fotogen ist das Eis am Jamtalgletscher nicht. Schiebt man die dünne Schneedecke zur Seite, leuchtet da kein Weiß, kein transparentes Blau, eher Weißgrau mit Sprenkeln. Die dunklen Punkte sind Fichtenpollen, die roten Schleier aus Saharastaub. Auch wenn das Eis im Sommer seit jeher die Partikel seiner Umgebung aufnimmt, schimmert es zukunftsweisend, wenn man weiß: Der Gletscher schmilzt unaufhaltsam, an seine Stelle treten Vegetation und Hitze. Schon jetzt blühen an seinen Ausläufern knallgelbe Blumen zwischen Schnee und Geröll.

          Der Jamtalgletscher oder Jamtalferner, wie sie in Tirol sagen, gehört zur Gemeinde Galtür und liegt eingebettet in die Gebirgsgruppe der Silvretta. Umringt von zahlreichen Dreitausendern lässt er sich auf eigene Faust erkunden. Der Alpin-Club Galtür, ein Zusammenschluss von zehn lokalen Beherbergungsbetrieben, bietet seit vergangenem Jahr eine Alternative: die „Pfiat di Gletscher“-Tour, eine wissenschaftlich begleitete Wanderung, die die landschaftliche Veränderung der Alpen erfahrbar machen will. Der Flyer auf der Website des Alpin-Clubs erstaunt: Das österreichische „Pfiat di“ kommt den Einwohnern zum Abschied leicht über die Lippen. Klein darüber steht die hochdeutsche Entsprechung: „Auf Nimmerwiedersehen“. Wie geht das zusammen, so fröhlich und dramatisch zugleich? Die Antwort liegt eine Anmeldung zur Tour und eine Gruppenfahrt mit dem Hüttentaxi hinauf zum Gletscher entfernt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Hauptsache auffallen: 2010 posierte Sebastian Kurz im Wahlkampf für den Gemeinderat im Kampagnenvideo „Schwarz macht geil“ – auf einem schwarzen Hummer vor dem Nachtclub Moulin Rouge in Wien.

          Sebastian Kurz : Im Geilomobil zur Macht

          Seinen rasanten Aufstieg hatte Sebastian Kurz immer auch seinem Netzwerk zu verdanken. Die jungen Männer halfen ihm seit Jahren, auch bei vielen Intrigen.

          Aufgemöbelte Oldtimer : Strahlende Schönheit mit glänzenden Kurven

          In der Autosattlerei Weil bekommen viele Oldtimer den letzten Schliff. Aber auch kaputte Motorradsitze werden repariert. Da reisen allein zum Probesitzen Kunden vom Bodensee nach Rockenberg.