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City-Cards : Museumskarten: Museumsbummel ohne Warteschlangen

  • -Aktualisiert am

Kunstliebhaber können dank der Pariser Museumskarte tagelang schwelgen Bild: H.W.Rodrian/SRT

Auch wenn Museumskarten ihre Tücken haben, wie zum Beispiel Ruhetage und streng limitierte Öffnungszeiten, beweisen sie für den Besitzer einen manchmal wahrhaft unschätzbaren Wert: Nie wieder Warteschlange!

          Eine Reihe von Karten konzentrieren sich mittlerweile ganz auf den Kultur-Reisenden. Sie bieten Museen, Ausstellungen und kulturelle Sehenswürdigkeiten gleich dutzendweise an.

          In Rom beispielsweise führt die Itinere-Card kulturinteressierte Städtereisende zu 16 Museen und archäologischen Ausgrabungsstätten. Allerdings ist das Couponheft eher etwas für Fans: Ermäßigungen gibt es unter anderem beim Besuch der Kapitolinischen Museen, dem Museo Napolionico, dem Circo di Massenzio e Mausoleo di Romolo und der Galleria Nazionale d'Arte Moderna. Überwiegend nicht gerade die Top-Besuchermagneten. Das Ticketheftchen kostet 13 Euro und gilt an sieben aufeinanderfolgenden Tagen.

          Pergamon & Co. locken: Die Karte für das Museums-Berlin

          Neuerdings gibt es für Berliner Museen auch ein eigenes Kärtchen: 10 Euro kostet die Museen-Karte, die in über 50 Berliner Museen und Sammlungen freien Eintritt und diverse Ermäßigungen gewährt. Darunter die Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin mit dem Pergamonmuseum, dem Ägyptischen Museum und der Gemäldegalerie, das Brücke-Museum und das Deutsche Technikmuseum.

          Einschränkungen: Sonderausstellungen und Matineen sind auch weiterhin nur gegen Bares zu genießen, ferner gilt die Karte nur an drei aufeinanderfolgenden Öffnungstagen. Wohl dem, der weiß, dass montags die meisten Berliner Museen geschlossen sind.

          Lohnt sich manchmal nur für Hardcore-Museums-Freaks

          Überhaupt lohnt es sich, bei reinen Museumspässen genauer hinzusehen. Zwar gibt es meist lukrative Ermäßigungen, aber die sind oft zeitlich eng begrenzt. So rentiert sich die Anschaffung in der Regel nur für Kunstfreunde, die jeden Tag mindestens zwei, drei Musentempel besuchen.

          Rund 70 Museen, Denkmäler und Sehenswürdigkeiten vereint die Pariser "Carte musées-monuments". Angesichts normaler Eintrittspreise von sechs bis sieben Euro lohnt sich die Tageskarte für 15 Euro nur für Kunstliebhaber, die zwei bis drei Museen innerhalb von 24 Stunden besichtigen. Die Karte ist außerdem für drei Tage (30 Euro) oder für fünf Tage (45 Euro) erhältlich.

          Montag Ruhetag? Pech gehabt

          Aufgepasst: Wer am ersten Sonntag eines Monats in Paris ist, der sollte sich den Kauf genau überlegen. Denn dann ist in einigen berühmten Museen der Eintritt sowieso gratis - etwa im Louvre, im Musée d'Orsay, im Picasso-Museum und im Musée Rodin. Und montags gilt das gleiche wie für viele europäische Großstädte: Dann bleiben die meisten Museen geschlossen. Kinder unter 18 Jahre können auf die Karte verzichten, sie haben ohnehin freien Eintritt. Und Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren erhalten in den meisten Museen ohnehin ermäßigten Eintritt.

          Nie mehr anstehen!

          Zwei nicht unerhebliche Vorteile hat so ein Museumspass allerdings: Mit einem mal zahlen kann man jedes Museum so oft besuchen wie man will, und mit dem Kärtchen in der Hand spaziert man an den oft langen Warteschlangen vorbei geradewegs in die Ausstellung.

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