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Bonusprogramme : Wenn die Meilenplätze schon vergeben sind

  • -Aktualisiert am

Prämienjagd: Dranbleiben! Bild: dpa

Mit etwas Geschick kommen Vielflieger bei ausgebuchten Prämienkontingenten trotzdem noch zum gewünschten Freiflug.

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          Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Prämienflüge ständig ausgebucht seien. Fragt man die Airlines, so behaupten sie das Gegenteil: Mehr als 90 Prozent der Anfragen können angeblich erfüllt werden.

          Oft ist allerdings eine Menge Flexibilität auf Seiten des Passagiers nötig. Tatsächlich stellen Airlines nur zwischen acht und zehn Prozent der Sitze für Prämientrips bereit. Ganz ähnlich wie Billigangebote sind diese an begehrten Terminen schnell ausgebucht: Das gilt besonders freitags und sonntags sowie in den Ferien und an Brückentagen. Hier einige Tipps, wie man vielleicht trotzdem noch zum begehrten Freiflug kommt:

          Erstens: Flexibel sein, Alternativen nennen. Wer nicht nur morgens, sondern auch mittags, nicht nur nach London-Heathrow, sondern auch nach Gatwick, nicht nur mit Lufthansa, sondern auch mit British Midland zu reisen bereit ist, der hat auch an den heißesten Terminen noch eine reelle Chance. Extra-Tipp: Die Chancen erhöhen sich, wenn man separat bei den möglichen Partnerairlines anfragt, denn oft kann der Helpdesk des Meilenprogramms gar nicht in die Reservierungssysteme aller Partnerairlines schauen.

          Zweitens: Später noch mal nachfragen. Vielleicht verkauft sich der Flug ja schlechter als erwartet, oder es werden schon verkaufte Plätze unerwartet zurück gegeben; dann stellen die Airlines oft kurzfristig zusätzliche Plätze für Prämientickets zur Verfügung. Einige Gesellschaften, zum Beispiel Cathay Pacific und Singapore Airlines, führen dafür sogar Prämienflug-Wartelisten. Bei den anderen hilft nichts, als von Zeit zu Zeit immer mal wieder nachzufragen.

          Drittens: Ein paar Meilen drauflegen. Zahlreiche Airlines ermöglichen das Einlösen von Prämienflügen bis zum letzten Sitz auf der Maschine für den Weihnachtsurlaub - allerdings nur gegen zusätzliche (meist doppelt so viele) Meilen. Dazu gehören die Marktführer American Airlines (hier heißen die Prämien AAnytime) und United (Premium Awards), Continental (EasyPass), Delta Airlines (SkyChoice) und Air France (Opti-Miles). Bei Lufthansa Miles & More gibt es diese Möglichkeit leider noch nicht. Extra-Tipp: Wenn nachträglich doch noch normale Prämienplätze frei werden, lohnt es sich oft, das teure Prämienticket wieder zurückzugeben. Das kostet allerdings z.B. bei American Airlines 50 Dollar Gebühr.

          Viertens: Eine Klasse höher buchen. Wenn man schon die doppelte Meilenzahl einsetzen muss, dann kann es nicht schaden, einen Blick in die besseren Flugklassen zu werfen. Oft sind in der Business Class noch normale Prämienplätze frei - und die kosten auch nicht mehr als die garantierte Prämie in Economy.

          Fünftens: Früh buchen. Es mag nicht besonders einfallsreich sein, aber trotzdem liegt hier der Schlüssel zum Erfolg. Bei den meisten Airlines nehmen die Buchungscomputer Reservierungen bereits ein Jahr vor Abflug an. Wer sich so früh entscheiden kann, findet auch im normalen Prämienkontingent noch Platz und kann sich die teuren Aufschläge sparen.

          Vielfliegerprofis wie James Fulham aus Seattle im US-Bundesstaat Washington machen sich daraus sogar einen Sport. Er streicht sich die Ausschlusstage seines Meilenprogramms lange im Voraus im Kalender an, bucht dann zum frühestmöglichen Termin genau den Tag davor oder danach. An solch beliebten Tagen kann er sich fast sicher sein, dass der Flug überbucht sein wird. Die Folge: Prämienflieger wie er werden mit einem zusätzlichen Freiticket auf eine spätere Maschine gelockt. Auf diese Weise hat Fulham schon Gratistickets für mehrere tausend Dollar angehäuft - und zu seinem gewünschten Ferienziel kam er wenige Stunden später doch noch.

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