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Biathlon : Früher Militärpatrouille, heute Medienspektakel

  • -Aktualisiert am

Fünf Schuss unter den fünf Ringen: Die Zielscheibe sehen die Biathleten nur als winzige Punkte, denn sie sind fünfzig Meter entfernt. Bild: Getty

Keine andere Wintersportart hat einen so verblüffenden Wandel hinter sich wie Biathlon. Die Stars sind die Helden des Schnees. Versucht man sich selbst einmal am Schießen und Laufen, wird klar, warum.

          7 Min.

          Laura Dahlmeier trainiert regelmäßig auf dieser Anlage, aber momentan ist sie auf Weltcup- und Olympia-Tournee. Zum Glück für sie und uns, denn so muss sie nicht mit ansehen, wie wir jetzt leicht erschöpft und stark dilettierend am Schießstand in Seefeld liegen, mit schwankenden Unterarmen und zitternden Händen, Gewehr im Anschlag, Finger am Abzug. Ganz kurz erscheint die schwarze Zielscheibe im kreisrunden Visier, und schon ist sie wieder verwackelt. Also neu zielen, Atem anhalten und schießen. Leider daneben. Aber keinen Frust aufkommen lassen, sondern ohne zu zögern durchladen, neu anvisieren und schießen. Wieder vorbei. Endlich, beim dritten Schuss, fällt die Scheibe.

          Doch die Freude darüber untergräbt die Konzentration, so dass der nächste Schuss sein Ziel abermals verfehlt. Weil Nummer fünf wieder ins Schwarze trifft, verabschieden wir uns mit drei Fehlschüssen vom Schießstand und laufen folglich drei Strafrunden in dem spielerischen Staffelwettbewerb, der unseren Biathlon-Schnupperkurs abschließt. Laura Dahlmeier hat wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben drei Strafrunden absolvieren müssen.

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