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Bergwandern : Von Hütte zu Hütte

  • -Aktualisiert am

Der Berg ruft Bild: SRT

Abends in einer urigen Hütte ankommen und zünftig essen, dann mit den Hühnern ins Bett, um am nächsten Morgen frisch mit den Gemsen wieder am Berg zu sein: Traum vieler Wanderer.

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          Einmal zu Fuß über die Alpen: Das ist der Traum vieler Bergwanderer. Sie wollen einmal dieses erhebende Gefühl erleben, aus eigener Kraft die gewaltige Barriere zwischen Nord und Süd zu überwinden.

          Seit vielen Jahren gibt es den Klassiker München-Venedig, der am Marienplatz startet und in der Lagunenstadt endet. Je nach Kondition nach etwa drei Wochen Marsch zu erreichen und bestenfalls mit nichts anderem ausgerüstet als den Dingen, die man selbst im Rucksack zu tragen vermag. Noch weiter sind die Distanzen der elf Fernwanderwegen, die Europa von Nord nach Süd oder von West nach Ost durchqueren. Etwa die E1 von Mittelschweden nach Assisi oder die E4 von Gibraltar nach Kreta.

          Touren gibt es auch für Anfänger

          Doch es muss ja nicht gleich eine Herausforderung dieser Größenordnung sein. Auch kürzere Touren von Hütte zu Hütte sind reizvoll und ein besonderes Erlebnis. Beispiele sind die Route entlang des geschichtsträchtigen Walserweges vom Kleinwalsertal bis ins Rätische Chur und die siebentägige Rundwanderung im Gschnitztal in Tirol.

          Start- und Zielort letzterer ist Steinach am Brenner. Von dort aus geht es in Etappen von drei bis sechs Stunden Gehzeit durch weitgehend unberührte Landschaft und vielfältige Natur des Seitentals. Übernachtet wird dabei auf Hütten, die allesamt bewirtschaftet sind und dem müden Wanderer somit das Kochen ersparen.

          Nachtlager ohne viel Komfort, aber dafür ruft der Berg

          Wer die Nacht auf einer Hütte verbringen will, sollte sich rechtzeitig über die Öffnungszeiten informieren. Denn der Großteil dieser alpinen Schutzhäuser ist nur in den Sommer- und Herbstmonaten geöffnet. Die Unterkunft ist in der Regel sauber, aber einfach. Üblich sind Mehrbettzimmer oder Massenlager, für die die Gäste ihren eigenen Schlafsack mitbringen müssen. Mehr Komfort ist die Ausnahme.

          An sonnigen Herbsttagen mit vielen Gästen kann es durchaus vorkommen, dass alle Schlafplätze belegt sind und nur noch ein Platz auf der Bank in der Gaststube frei ist. Doch selbst die unruhigste Nacht auf hartem Boden ist schnell vergessen, wenn morgens stimmungsvoll die Sonne über den Bergen aufgeht.

          Rabattsystem im Gebirge

          Wer Feuer fängt und häufiger mehrtägige Touren macht, der kann bei der Übernachtung deutlich sparen, wenn er Mitglied beim Deutschen Alpenverein (DAV) wird. Der DAV betreibt einen Großteil der Schutzhäuser in den Alpen. Die Vergünstigungen - vom Übernachten bis zu den Preisen für Teewasser und Brotzeit - gelten auch bei den Hütten anderer Bergsteigerverbände.

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