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Schweizer Dreiländereck : Und hinter tausend Pässen keine Welt

  • -Aktualisiert am

Grenze dicht, Welt zu Ende: Nachtaufnahme der Serpentinen der Maloja-Passstraße. Bild: Picture-Alliance

Wie die Corona-Krise meine Heimatregion in Scherben geschlagen und mich zur Touristin gemacht hat. Beobachtungen im Engadin.

          7 Min.

          Plötzlich hat die Welt ein Ende. Nicht die Welt, „wie wir sie kannten“, auf die so viele Abgesänge erklingen. Nein, ganz konkret: Die Welt hört auf, da zu sein.

          Ich lebe in Zernez, ziemlich genau in der Mitte des Engadins, in einem verlorenen Winkel der Alpen, in dem die Schweiz, Österreich und Italien aufeinandertreffen, ein windschiefes Stück Dreiländereck, eingekeilt zwischen rauhen Bergpässen, die in die Weite führen. Hier ist alles ein bisschen kleiner, ein bisschen einsamer und stiller, manche sagen vielleicht: friedlicher. Die einzigen Grenzen, die hier eine Rolle spielen, sind Waldgrenzen und Schneefallgrenzen. Aber doch keine Staatsgrenzen. Zumindest bisher.

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