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Baseler Museumscafés : Kunstpausen fördern den Kunstgenuss

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Um diesen Teil der Sammlung großzügiger und auf neue Art und Weise zugänglich zu machen sowie großen Sonderausstellungen noch mehr Raum zu geben, wurde im April ein imposanter Erweiterungsbau des Baseler Architekturbüros Christ & Gantenbein eröffnet. Von außen präsentiert er sich als zeitgemäße Reverenz an das bestehende Hauptgebäude, innen sind beide Trakte durch einen monumentalen unterirdischen Gang verbunden. Welche Möglichkeiten in dieser Expansion stecken, zeigt schon die raumgreifende Eröffnungsschau „Sculpture on the Move“, ein umfassender Blick auf die Entwicklung des künstlerischen Mediums Skulptur vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute. Zwei Werke, Alexander Calders „Big Spider“ und Rodins „Bürger von Calais“, wird man auch nach dem Ende dieser Sonderausstellung in aller Ruhe genießen können. Denn sie stehen im Innenhof des Hauptgebäudes, unmittelbar vor den Tischen und Stühlen des Museumsbistros, das mittags nicht nur von Ausstellungsbesuchern geschätzt wird und deshalb immer proppenvoll ist.

Warme Suppen im Barfüßerkloster

Als Ausweichmöglichkeit bietet sich auf der anderen Straßenseite im Antikenmuseum gleich die nächste Kunstpausen-Variante an: Eine intime Säulenhalle mit einer Reihe von Originalskulpturen und einem altgriechischen Mosaik wirkt wie das Innere eines antiken Tempels und dient als Café-Bar. Im Bistro nebenan hängen Fotos von antiken Gebäuden und Ausgrabungsstätten rund ums Mittelmeer. Fotografien, diesmal von Masken und rituellen Gegenständen aus Afrika und Asien, zieren die Wände im Restaurant Rollerhof, dem Bistro des Museums der Kulturen. Hier kann man sich aus den Zivilisationen der weiten Welt aber auch wieder in den Baseler Alltag zurückkatapultieren, denn das Lokal öffnet sich zum weitläufigen Münsterplatz hin. Typische Baseler Altstadtatmosphäre umgibt auch die Papiermühle, das Museum für Druck, Schrift und Papier in der romantischen St. Alban-Vorstadt unten am Rheinufer. Im angegliederten Café hört man einen rauschenden Bach und schaut auf das riesige Mühlrad, das sich behäbig dreht.

In der Kirche des ehemaligen Barfüßerklosters befindet sich das Museum der Geschichte, in dem Wechselausstellungen zur Geschichte Basels und der Schweiz zu sehen sind. Schon Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurde die Kirche säkularisiert und dann bald als Museum genutzt. Eine Gastronomie gab es hier lange nicht. Jetzt aber hat sich zwischen den mächtigen Pfeilern, gotischen Bögen und Buntglasfenstern des Kirchenschiffs das „Bar Füßer“ eingerichtet. Warme Suppen, die freilich nicht mehr von Mönchen ausgegeben werden, sind die Spezialität des kleinen Bistros. Die dreißig ältesten und wertvollsten Brunnenfiguren der Stadt stehen im Original in Sichtweite, so dass man die wichtigsten der mehr als zweihundert Baseler Brunnen schon einmal in Ruhe und unabhängig von Wind und Wetter studieren kann. Wer es weniger sakral mag, wechselt ein paar Schritte weiter ins Café des Arts, ein Jugendstilcafé, das von Kunst, Kultur und Kino durchdrungen ist. Alte Kinosessel dienen als Sitzgelegenheiten, die Dekoration besteht aus Design-Fliesen am Boden, Skulpturen, Buntglasfenstern, Theaterplakaten, Grafiken, Fotos und Gemälden an den Wänden.

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