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Zugfahrt an der Costa Verde : Wuhaaa! Daradadámm, daradadámm

  • -Aktualisiert am

Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen: Die Costa Verde trägt aus gutem Grund ihren Namen, und die entspannteste Art, sie kennen zu lernen, ist eine Zugfahrt. Bild: action press

Auf der Bahnfahrt mit dem Costa Verde Express entlang der spanischen Nordküste liegen die Wunder der Steinzeit und der Moderne nahe beieinander. Eine Zeitreise – mit Halt im Betriebsablauf.

          8 Min.

          In der Morgenfrühe ein Ruck, der Costa Verde Express setzt sich in Bewegung, und die Lichter des Bahnhofs von Mercadillo gleiten nach rechts ab. Über Nacht hat der Zug in dem kleinen Ort in der Nähe von Bilbao gewartet. Im Wagen 2, Abteil Nr. 6 – holzgetäfelt, großes Bett, kleines Bad, gefalteter weißer Frotteebademantel auf dem Überwurf – konnte man das Schiebefenster herunterdrücken und hinaus in die kühle Stille lauschen. Das ländliche Baskenland schlief. Wir standen. Eine Zeitlang wenigstens. Dann schliefen auch wir. Aber jetzt sind wir unterwegs.

          Zweige rauschen gegen Dach und Fenster, und vor dem hellgrauen Himmel zeichnen sich schwarz die Silhouetten von Fichtenwipfeln ab. Im Halbschlaf sanft durchgerüttelt, breitet sich ein schönes Eisenbahngefühl aus, ein fremder viersilbiger Rhythmus, daradadámm, daradadámm; vielleicht sind die Schienenfugen in Spanien größer, als sie es früher zu Hause waren. Draußen auf dem Korridor geht ein Steward mit einer schellenden Glocke vorbei. Das Frühstück ist fertig.

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