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Toskana auf der Vespa : Eroberung auf die sanfte Tour

  • -Aktualisiert am

Vespafreuden: Das wahre Glück liegt auf der Straße. Bild: Florian Jaenicke/Laif

Pontedera in der Toskana ist der Ursprungsort der Vespa. Eine Rundfahrt mit Gleichgesinnten auf dem legendären Roller.

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          Mit seinem fülligen Bauch und dem fusseligen Bart entspricht Vespa-Giorgio, wie er genannt werden will, nicht gerade dem Klischee eines Frauenschwarms. Zudem wirkt der Fünfundsechzigjährige, der aus einem Dorf in der Nähe von Belgrad angereist ist, eher schüchtern. „Wie also zu Mädchen Kontakt aufnehmen?“, fragte sich Vespa-Giorgio als Jugendlicher – obwohl er damals weder Bauch noch Bart hatte. Mit vierzehn Jahren hatte er schließlich eine Idee: Eine Vespa musste her. Die kaufte er sich mit seinem ersten selbst verdienten Geld. „Die Folge war, dass alle Dorfschönheiten mit mir herumfahren wollten“, sagt er. Vespa-Giorgio investierte jeden Dinar für Benzin und Verschönerungsarbeiten an seinem Roller. Am meisten liebte Vespa-Giorgio eine Strecke, an der es erst steil bergauf ging, dann steil bergab: „Das Mädchen auf dem Sozius musste sich an mir festhalten, um nicht herunterzufallen.“

          In Italien, dem Herkunftsland des Rollers, gibt es 450 Vespaclubs. Jedes Jahr finden an wechselnden Orten Treffen der „Vespisti“ statt. Höhepunkt ist immer eine gemeinsame Fahrt ins Grüne, wie auch an diesem Wochenende in Pontedera, dem Ursprungsort der Vespa. Die toskanische Kleinstadt liegt an der Mündung des Era-Flusses in den Arno, auf halber Strecke zwischen Pisa und Empoli.

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