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Luxus-Hotel in New York : In Watte gepackt

  • -Aktualisiert am

Endlich einmal ein Hotelpool, in dem man wirklich schwimmen kann – und nicht nur planschen. Bild: Robert Rieger

Frühstück? 100 Dollar! Das neue Aman Hotel an der Fifth Avenue in New York ist das teuerste Haus der Stadt. Ein Ausflug in die Welt der Superreichen.

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          „Entschuldigen Sie bitte, hier können Sie nicht weitergehen“, sagt der Türsteher. In das neue Aman Hotel an der Ecke 57. Straße und Fifth Avenue kann nicht jeder einfach so hineinmarschieren und behaupten, eine Buchung oder einen Termin zu haben. Als das geklärt ist, beginnen 24 Stunden in einer anderen Welt – und die überrascht mit Stille, mitten in Manhattan. Das erste, was man hört, ist, dass man fast nichts hört. Aman New York will ein „Resort“ in der Stadt zu sein, ein Erholungshotel also, ein „neuer Ort des Friedens“, so heißt es in der Werbebroschüre. Beim Betreten des historischen Crown Building lässt der Gast die allgegenwärtige Geräuschkulisse von Manhattan tatsächlich hinter sich. Ein nicht unerheblicher Teil der 1,25 Milliarden Dollar, die die Hotelgruppe hier investiert hat, muss in die überlegene Schallisolation gewandert sein.

          Anders als viele andere Hotels öffnet sich das von Jean-Michel Gathy designte Aman nicht mit einer großzügigen Lobby zur Straße hin. Wer hier einkehrt, zahlt im November für das preiswerteste Zimmer 3400 Dollar, plus 512 Dollar Steuern und Gebühren. Das Frühstück kostet hundert Dollar extra. Für den Winter lassen sich noch Preise ab 2600 Dollar ohne Steuern ergattern. Medien kürten das neue Hotel bereits zum teuersten Haus der Stadt. Zum Vergleich: Im Plaza Hotel kann man im November eine Nacht für 1300 Dollar verbringen, im Ritz-Carlton ist man mit 1800 Dollar dabei. Für 4000 Dollar und mehr möchte man sich im Aman wohl nur ungern eine Lobby mit Zaungästen und Laptop-Freiberuflern teilen. Mit dem Fahrstuhl geht es von der kleinen Begrüßungszone in die Lobby im 14. Stock – natürlich nur in Begleitung.

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