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Schneefräsen am Großglockner : Vier ältere Herren gegen den Schnee

  • -Aktualisiert am

Vier ältere Herren unterwegs: Mit dem Durchstich ist die Räumung auf der 48 Kilometer langen Straße beendet. Bild: Picture-Alliance

Ende April wird die Großglockner Hochalpenstraße mit Rotationsfräsen geräumt. Trotz ihres Alters sind die Maschinen noch immer im Einsatz. In dieser Saison aber bleiben sie zum ersten Mal in der Garage.

          8 Min.

          Weiß, alles weiß, so weit man auch schaut: eine Schneewüste, durchbrochen nur von Felsgipfeln und Abhängen. Die Augen haben Mühe, sich im undurchdringlichen Weiß zu orientieren, und irren zunächst rastlos über die in der Sonne gleißenden Flächen. Nur allmählich gewöhnen sie sich an die fehlenden Farben und entdecken dann wenigstens ein paar dunkle Masten, die ein Stück weit aus dem Schnee ragen. Sie markieren eine Linie, schlängeln sich in Kurven bergwärts und passieren den Schemen eines Hauses. Aus dem Schornstein dringt kein Rauch, hohe Wechten verstellen den Blick auf Fenster und Tür. Sind es fünf Meter Schnee, die sich türmen? Sind es sechs? Oder sieben? Hier wohnt niemand, hier kann niemand wohnen. Und hier kommt auch niemand vorbei. Ein paar Skitourengeher vielleicht, ab und zu Gämsen oder Steinwild. Ein einsamer Raubvogel umkreist die Bergspitzen auf der Suche nach Beute.

          Eine ungewohnte, fast gefährlich anmutende Ruhe liegt über dem Landstrich. Bis Oskar, Ander, Jörgen und der Eisbändiger anrücken. Vier ältere Herren in ihren Sechzigern, vital und voller Tatendrang. Ja, mehr noch: nicht aufzuhalten, wenn sie sich durch den Schnee fressen. Wo immer sie auftauchen, jagt ein heftiger Sturm über das Gelände. Flocken, Kristalle und Eisbrocken fliegen hoch durch die Luft. Besser, man bringt sich in Sicherheit.

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