https://www.faz.net/aktuell/race-to-feed-the-world/erdueberlastungstag-die-ressourcen-fuer-2018-sind-aufgebraucht-15718069.html

50 Millionen mehr : Auf der Erde leben jetzt 7,6 Milliarden Menschen

  • Aktualisiert am

Unter der Hitze ächzen die Menschen. Und unter den Menschen ächzt die Erde. Bild: AFP

Seit dem heutigen Mittwoch lebt die Menschheit ökologisch auf Pump. Gleichzeitig leben immer mehr Menschen auf dem Planeten, zeigt der Welternährungsticker von FAZ.NET.

          1 Min.

          Die natürlichen Ressourcen sind aufgebraucht – zumindest all die, die die Menschheit in diesem Jahr verbrauchen dürfte, ohne Raubbau an der Erde zu betreiben. Das ist so früh wie noch nie.

          Berechnet hat das Datum des Earth Overshoot Day (Erdüberlastungstag) die Forschungsorganisation Global Footprint. Die Wissenschaftler rechnen dafür aus, wann die Ressourcen verbraucht sind, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten, also nachhaltig verfügbar sind. 1970 war es rechnerisch erst Ende Dezember so weit, im Jahr 2000 bereits im September. Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung.

          Gleichzeitg dürfte die Zahl der auf der Welt lebenden Menschen erstmals die Marke von 7,6 Milliarden überschritten haben. Das zeigt der „Weltbevölkerungs-Ticker“, den FAZ.NET für das journalistische Langzeitprojekt „Race to feed the World“ programmieren ließ. Der Ticker stellt eine lineare Fortschreibung des historischen Trends dar.

          Race to Feed the World

          Am Jahresbeginn lebten auf der Welt laut den Vereinten Nationen rund 7,55 Milliarden Menschen. Die mittlere Prognose zeigt an, dass im Jahr 2050 9,8 Milliarden Menschen auf der Welt leben sollen, im Jahr 2100 dann mehr als 11 Milliarden.

          Race to Feed the World
          Race to Feed the World

          In Zukunft leben 9 Milliarden Menschen auf der Erde. Wie werden sie satt, ohne dass der Planet kollabiert? Ein Jahr lang suchen wir Antworten.

          Mehr erfahren

          Am 1. August vormittags stand der Weltbevölkerungs-Ticker von FAZ.NET auf 7.600.689.949 Menschen. Davon leben rund 4,5 Milliarden in Asien, 1,3 Milliarden in Afrika, 360 Millionen in Nordamerika und 740 Millionen in Europa. Die jährliche Wachstumsrate der Weltbevölkerung beträgt 1,2 Prozent im Jahr. Vor fünfzig Jahren lag sie noch bei rund 2 Prozent.

          Das journalistische Projekt „Race to Feed the World“ sucht in Analysen, Reportagen und Online-Formaten wie Quizzes und Multimedia-Stories Antworten auf die Frage, wie auf etwa gleich bleibenden Flächen die Produktivität der Landwirtschaft erhöht werden kann. Auch soll dargestellt werden, wie sich überhaupt die gegenwärtige Weltbevölkerung ernährt – nämlich zum überwiegenden Teil durch Kleinbauern in Asien und Afrika.

          Zu diesem Ziel begleitet die F.A.Z. zwei Bauern übers Jahr, einen in Deutschland und einen in Sambia. Laut dem Bevölkerungs-Ticker vom Mittwoch blieb die deutsche Bevölkerung nahezu konstant bei 81,38 Millionen Menschen. Diejenige des Landes Sambia wuchs seit Jahresbeginn von 17,47 auf 17,77 Millionen Menschen. Trotz großer Armut und Mangelernährung leben nun also rund 300.000 Sambier mehr auf der Welt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Unterschiedliche Blicke auf den Binnenmarkt: EU Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton

          30 Jahre EU-Binnenmarkt : Groß gefeiert, nichts dahinter

          Der Binnenmarkt hat den Bürgern der EU einzigartigen Wohlstand beschert. Und er hat sein Potential noch nicht ausgeschöpft. Doch statt es zu heben, betreibt die EU-Kommission Industriepolitik. Das geht besser.

          Kampfpanzer für die Ukraine : Leoparden auf dem Sprung

          14 Leopard-Panzer liefert Deutschland an die Ukraine. Was macht den Leopard 2 besonders und wie schlägt er sich gegen die russischen Modelle? Ein Überblick in Grafiken.
          Nach der Niederlage gegen Union Berlin trennt sich Hertha BSC von Geschäftsführer Fredi Bobic.

          Nach 0:2 gegen Union : Hertha trennt sich von Fredi Bobic

          Keine drei Stunden hat es gedauert: Nach der 0:2-Niederlage im Stadtderby gegen Union gibt Hertha BSC die Trennung von Geschäftsführer Fredi Bobic bekannt. Die Krise beim Hauptstadtklub verschärft sich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Race to Feed the World

          Race to Feed the World ist ein Projekt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, gefördert durch das European Journalism Centre über dessen Programm „Innovationen im Entwicklungsjournalismus“.faz.net/feedtheworld