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Nach Ablehnung in Chile : Neue Verfassung, zweiter Versuch

Die Chilenen lehnten am 4. September den Entwurf für eine neue Verfassung mit großer Mehrheit ab. Bild: Reuters

Die Chilenen wollen eine neue Verfassung, doch den ersten Entwurf haben sie abgelehnt. Beim zweiten Versuch will die Regierung aus ihren Fehlern lernen.

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          Während der UN-Vollversammlung in New York wurde der chilenische Präsident Gabriel Boric immer wieder gefragt: „Wie geht es nun bei Ihnen weiter?“ Zu Hause in Chile gelten seine Regierung und auch er selbst als die großen Verlierer der Volksabstimmung, bei der vor drei Wochen eine deutliche Mehrheit den Entwurf für eine neue Verfassung abgelehnt hatte.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Vor den Vereinten Nationen jedoch versuchte Boric zu erklären, dass die Abstimmung gar keine Niederlage sei. Denn wenn das Volk spreche, könne sich eine Regierung nie als Verlierer betrachten. Chile durchlebe derzeit einen intensiven politischen Prozess, sagte Boric weiter. So suche man nach einer „neuen Formel“, um eine neue Verfassung zu schreiben.

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