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Lehmanns Denkanstöße : „Ökumenische Arbeit ist immer eine Gratwanderung“

  • Aktualisiert am

Karl Kardinal Lehmann im Sommer 2009 Bild: dpa

Mit dem, was und wie er es sagte, gab Karl Kardinal Lehmann immer wieder Denkanstöße. Und das nicht nur innerhalb der katholischen Kirche. Eine Auswahl wichtiger Zitate.

          Kardinal Karl Lehmann war Zeit seines Lebens ein kritischer Geist in der katholischen Kirche. Er wurde nicht müde, Reformen anzumahnen. Was er zu sagen hatte, ließ immer wieder aufmerken. Nachfolgend eine Auswahl wichtiger Zitate in chronologischer Reihenfolge.

          Erster Hirtenbrief als Bischof von Mainz, 5. Oktober 1983

          „Die Überwindung der eigenen nackten Interessen und das Teilen der Lebenschancen sind der Preis des Friedens.“

          Fastenhirtenbrief 1991

          „Wenn wir unserem Glauben mehr zutrauen, werden wir auch in der geistigen Auseinandersetzung wieder mutiger. Wir müssen geistig offensiver werden und dürfen uns nicht ständig in die Defensive und ins Abseits drängen lassen.“

          Grußwort zur Abschlussfeier des „Jahres mit der Bibel“, 31. Januar 1993

          „Die Bibel ist die geheime und offene Mitte der europäischen Kultur.“

          Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur, 17. September 1993

          „Im Übrigen bin ich kein Typ, der schnell das Handtuch wirft.“

          Grußwort bei der Gedenkveranstaltung zum 450. Todestag Martin Luthers, 17. Februar 1996

          „Ökumenische Arbeit ist immer eine Gratwanderung zwischen dem leidenschaftlichen Eifer für die Wahrheit und konfessionalistischer Verbohrtheit.“

          Referat zur Eröffnung der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2005

          „Der künftige Christ wird ein Zeuge sein, oder er wird bald nicht mehr sein.“

          Ansprache bei einem Besuch deutscher Bischöfe in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, 2. März 2007

          „Niemand kann frei sein, der frei sein will vom Gedenken an die Schoah.“

          Zum Rücktritt vom Vorsitz der Bischofskonferenz bei der Eröffnungspressekonferenz der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe 2008

          „Das war’s. Jetzt soll es ein anderer machen. Ich habe das gerne gemacht.“

          Interview der Münsteraner Kirchenzeitung „Kirche und Leben“ vom 7. Oktober 2012

          „Das Konzil war für mich persönlich wichtig, Ich kann schon sagen: Ich identifiziere mich mit meiner ganzen priesterlichen Existenz und in der Ausrichtung meines Dienstes daran. Ich könnte mich gar nicht denken ohne das Konzil.“

          In einem Pressegespräch wenige Tage vor seinem Abschied vom Mainzer Bischofsamt an seinem 80. Geburtstag am 16. Mai 2016

          „Aber nun wird es Zeit, im Verlauf der langen Wahrnehmung des Bischofsamtes auf Bundesebene und besonders in Mainz die Stafette an den nächsten Läufer weiterzugeben.“

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