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Volkszählung : Zensus in 14 Sprachen

  • -Aktualisiert am

Die Befragungen beginnen am 9. Mai Bild: dpa

Bei dem bevorstehenden Zensus werden zwar alle Eigentümer und Verwaltungen von Gebäuden und Wohnungen befragt, jedoch nur fünf Prozent der Frankfurter Haushalte. Interviewer müssen nicht ins Haus gelassen werden.

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          Bei dem bevorstehenden Zensus werden zwar alle Eigentümer und Verwaltungen von Gebäuden und Wohnungen befragt, jedoch nur fünf Prozent der Frankfurter Haushalte. Das sagte Waltraud Schröpfer, Leiterin der Frankfurter Erhebungsstelle, im Rathaus Römer. Die Befragungen beginnen am 9. Mai. Bürger müssten aber bereits von Mitte April an damit rechnen, dass sie eine Terminankündigung mit Telefonnummer ihres Interviewers im Briefkasten fänden. „Der Großteil der Frankfurter wird aber vom Zensus nicht berührt sein“, versicherte Stadtrat Markus Frank (CDU).

          33.000 Personen müssen zwischen dem 9. Mai und dem 2. August 46 Fragen beantworten. Wissen wollen die Interviewer zum Beispiel Familienstand, Alter, Arbeitsverhältnis, Migrationshintergrund oder Bildung. Die Erhebungsbogen stehen in 13 zusätzlichen Sprachen zur Verfügung. Nach Angaben von Schröpfer dauert das Ausfüllen des Bogens nicht länger als zehn Minuten.

          Per Zufallsprinzip ausgewählt

          „Wer den Erhebungsbeauftragten nicht in die Wohnung lassen will, muss das nicht“, versicherte Schröpfer. Da aber eine Auskunftspflicht besteht, müssen diejenigen Bürger, die per mathematisches Zufallsprinzip ausgewählt wurden, den Fragebogen beantworten. Die Befragten haben drei Möglichkeiten, Auskünfte zu erteilen: Sie füllen den Bogen zusammen mit dem Interviewer aus, sie beantworten ihn allein und schicken ihn anschließend per Post zurück oder sie machen ihre Angaben online.

          Die Interviewer seien „ausführlich geprüft“ worden, sagte Schröpfer, und müssten sich Mitte April noch einer Schulung unterziehen. Zudem werden diese „Erhebungsbeauftragten“ schriftlich zu Datenschutz und Geheimhaltung verpflichtet. „Falls Personen ihre Tätigkeit missbrauchen, werden sie die volle Härte spüren und müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen“, sagte Frank. Aus diesem Grund wurden Personen, die als Banker mit Kundenkontakt, bei Versicherungen, der GEZ oder der Polizei tätig sind, bereits im Voraus von der Bewerbung ausgeschlossen.

          Aufwandsentschädigung von 2,50 bis 10 Euro

          Insgesamt hat die Erhebungsstelle 472 ehrenamtliche Helfer ausgewählt, die sich zuvor mit allgemeinen Daten zu ihrer Person bewerben mussten. Die Freiwilligen seien zum großen Teil Angestellte des öffentlichen Dienstes, aber auch zahlreiche Senioren. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 2,50 bis 10 Euro pro interviewte Person.

          Wer sich weigert, an der Befragung teilzunehmen, muss ein Bußgeld zahlen - über die Höhe wird derzeit noch diskutiert. Die Erhebungsstelle rechnet mit rund 600 Zwangsgeld- und Gerichtsverfahren.

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