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Wolfgang Kubicki : „Ich gehe jetzt duschen und verbreite dann Optimismus“

  • Aktualisiert am

Bild: MESSING/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki wirkt genervt. „Mich frustriert das hier extrem“, sagt er nach den unterbrochenen Gesprächen - ganz anders sein Chef.

          Im Gegensatz zu seinem Chef, dem FDP-Vorsitzenden Christian Lindner, zeigt sich Wolfgang Kubicki genervt von den langwierigen Jamaika-Sondierungen. „Mich frustriert das hier extrem“, sagte er am frühen Freitagmorgen. Zuvor hatten sich Union, FDP und Grüne nicht einigen können und ihre Sondierungs-Gespräche unterbrochen. Sie sollen an diesem Freitagmittag weitergehen.

          Kubicki kommentierter: „Wir sind, was ich wirklich faszinierend finde, nach vier Wochen im Prinzip in den wesentlichen Punkten nicht weiter. Und das ist bedauerlich.“ Lindner, der die FDP-Bundestagsfraktion führt und der als möglicher nächster Finanzminister gehandelt wird, hatte dagegen gesagt: „Wir sind heute ganz viele Schritte weitergekommen.“

          Kubicki erklärte hingegen zudem, es habe sich „nicht wirklich“ Vertrauen zwischen den handelnden Personen aufgebaut. Damit fehle eine Grundlage dafür, in schwierigen Fragen zu einem Ergebnis zu kommen. „Wenn das bei dem heutigen Stand bleibt, dann werden wir nicht weiterkommen.“

          Er betonte, dass in den Sondierungen für eine Jamaika-Koalition vier Parteien auf Augenhöhe miteinander verhandelten. Es gebe keine Anordnungen oder Machtworte, sondern die Möglichkeit, sich zu einigen - „oder auch nicht“.

          Und er fügte nach den stundenlangen Verhandlungen schließlich hinzu: „Ich gehe jetzt eineinhalb Stunden duschen und dann gehe ich ins Fernsehen und versuche einen guten Eindruck zu hinterlassen und Optimismus zu verbreiten.“

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