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Wirtschaftskrise : Weitere Plünderungen in Argentinien

  • Aktualisiert am

Wütende Proteste vor einem argentinischen Supermarkt Bild: AP

Hunderte Argentinier haben in den Vororten der Hauptstadt Buenos Aires Geschäfte geplündert und gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung protestiert.

          1 Min.

          In Argentinien haben sich angesichts der schweren Wirtschaftskrise Plünderungen ausgeweitet. Erstmals griffen sie auch auf Randbezirke der Millionen- Metropole Buenos Aires über.

          Die Polizei setzte Tränengas sowie Gummigeschosse ein und nahm nach Medienberichten zahlreiche Menschen fest. Das Fernsehen berichtete von einer äußerst angespannten Lage.

          Die Regierung kündigte die Verteilung kostenloser Lebensmittelpakete an. Sie räumte angesichts einer Rekordarbeitslosigkeit von mehr als 18 Prozent und fehlender Arbeitslosenunterstützung „soziale Spannungen“ ein. Präsident Fernando de la Rua, dem es in seinen ersten zwei Amtsjahren nicht gelungen ist, die von seinem Vorgänger Carlos Menem übernommene Wirtschaftskrise zu beenden, sah jedoch „keinen Anlass zur Beunruhigung“.

          Vor allem die unteren Schichten sind betroffen

          Dabei sind von den Sparmaßnahmen sind vor allem die unteren Schichten der Gesellschaft betroffen. Schätzungen zufolge fallen jeden Tag 2.000 Menschen unter die Armutsgrenze - mit zunehmender Tendenz.

          Schon in den vergangenen Tagen war es in verschiedenen Provinzen des hochverschuldeten Landes zu Plünderungen gekommen. In der Stadt Concepcion del Uruguay wurde die Plünderung eines Supermarktes vom Fernsehen direkt landesweit übertragen. Lebensmittel aber auch Kühlschränke, Registrierkassen, Fahrräder und sogar die Warenregale wurden fortgeschleppt. Familien waren mit Handkarren, Fahrrädern oder eigenen Autos vorgefahren, um ihre Beute abzutransportieren.

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