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Wirtschafts- und Finanzkrise : Nahles verteidigt ihren Türkei-Vorstoß

  • Aktualisiert am

Andrea Nahles, Vorsitzende der SPD. Bild: dpa

Die SPD-Vorsitzende warnt vor den Folgen einer Destabilisierung der Türkei – diese könnte auf die ganze Region übergreifen. Wirtschaftsverbände bestätigen derweil, dass sich Amerikas Sanktionen bereits negativ auswirken.

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          Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat ihren Vorstoß verteidigt, der in Bedrängnis geratenen Türkei notfalls zu helfen. „Die Wirtschafts- und Finanzkrise in der Türkei ist durch die amerikanischen Sanktionen erheblich verschärft worden und kann zur echten Bedrohung werden“, sagte Nahles der „Passauer Neuen Presse“. Es sei im europäischen und im deutschen Interesse, dass die Türkei nicht in Turbulenzen gerate, die zur Destabilisierung der gesamten Region führten. Deshalb sei es richtig, dass die Bundesregierung mit der Türkei auf allen Ebenen im Gespräch bleibe.

          Zur Diskussion um mögliche finanzielle Hilfen für das Land sagte Nahles: „Davon habe ich nicht gesprochen, hier ist es offenbar in den Köpfen mancher zu freien Assoziation gekommen.“ Aber sie sei froh über die Debatte. Sie habe „bewusst ein klares Signal gesendet, dass uns das Schicksal der Türkei nicht egal ist“. Die Bundesregierung hatte sehr zurückhaltend auf die Überlegungen von Nahles reagiert.

          Treffen von Trump und Erdogan?

          Unterdessen haben amerikanisch-türkische Wirtschaftsverbände die beiden Länder aufgerufen, ihren Streit beizulegen. Sie sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag, der Disput wirke sich bereits negativ aus und sorge dafür, dass Unternehmen Investitionspläne auf Eis legten. Der amerikanische Präsident Donald Trump und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan müssten sich schnell treffen. „Nur die beiden Präsidenten können die Beziehungen wieder glätten“, sagte Mehmet Ali Yalcindag, Vorsitzender des amerikanisch-türkischen Wirtschaftsrates.

          Die beiden Nato-Partner streiten unter anderem über den in der Türkei unter Hausarrest stehenden amerikanischen Pastor Andrew Brunson. Die Vereinigten Staaten fordern seine Freilassung. Er soll nach türkischer Darstellung Kontakte zu Personen gehabt haben, die hinter dem Putschversuch vor zwei Jahren vermutet werden.

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