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Wikileaks : Aus dem Hintergrund

  • Aktualisiert am

Brühwarm über noch laufende Koalitionsverhandlungen zu berichten, ist ein Vertrauensbruch. Aber ein Abgrund von Landesverrat hat sich nicht aufgetan, kommentiert Günther Nonnenmacher.

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          Der Spion saß im Zentrum der Macht. Nein, es geht nicht um Guillaume und Brandt, sondern um den FDP-Vorsitzenden Westerwelle und seinen Büroleiter.

          Es wurden auch keiner feindlichen Macht Staatsgeheimnisse übermittelt, sondern Mitarbeitern der amerikanischen Botschaft wurde erzählt, was man auf vielen Cocktail-Parties in Berlin hören und jetzt auch in „Wikileaks“ nachlesen kann: Abschätziges bis Ätzendes über das politische Personal, insbesondere über Parteifreunde, Einschätzungen der Lage, mehr oder weniger halbgare Analysen zu dieser oder jener Frage.

          Das ist kein Abgrund von Landesverrat, sondern das Hintergrundrauschen, an dem Politiker und Journalisten in der ewig aufgeregten Hauptstadt beteiligt sind, ein Stimmungsbild aus dem Betrieb, wie man es auch in Zeitungen lesen kann.

          Dass Westerwelle seinen Büroleiter entlassen beziehungsweise versetzt hat, ist dennoch korrekt: brühwarm über noch laufende Koalitionsverhandlungen zu berichten, ist ein Vertrauensbruch. Und das Bild, das die Amerikaner von seinem Chef haben, hat er auch nicht verbessert.

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