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Merkel und Macron : Wiederaufbau zwischen Berlin und Paris

Präsident Macron im Elysee-Palast während der Videokonferenz mit Angela Merkel am anderen Ende des Tisches. Bild: Reuters

Das deutsch-französische Verhältnis darf nicht zum Kollateralschaden der Corona-Pandemie werden.

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          Vermutlich war auch in den vergangenen Wochen der Kontakt zwischen Berlin und Paris nicht unterbrochen, so wie das beim Reiseverkehr der Fall war, was auf der französischen Seite der Grenze der Umstände wegen, berechtigt oder nicht, reichlich Unmut schuf. Vielleicht hat die Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit Präsident Macron auch deshalb so viel Aufmerksamkeit erhalten.

          In der Sache jedenfalls, bei der es um Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung in der EU geht, ist die deutsch-französische Absprache allemal sinnvoll, zumal vor dem Hintergrund bedrückender Wirtschaftsprognosen für einige europäische Länder. Das wiederum hat den Chor der Untergangspropheten anschwellen lassen, die EU und Binnenmarkt in großer Gefahr wähnen.

          Im Moment treiben Deutschland und Frankreich auseinander, ob in der wirtschaftlichen Entwicklung – jenseits des Rheins ist die Wirtschaft im ersten Quartal weitaus stärker eingebrochen als hierzulande – oder in Bezug auf Covid–19. In Frankreich sind die Sterbefallzahlen fast vier Mal so hoch wie in Deutschland. Kein Wunder, dass Ansehen und Autorität des Präsidenten gelitten haben.

          Auch in diesem Punkt reiten Kanzlerin und Union auf einer anderen Welle. Ob das von Dauer ist, wird man sehen. Es ist gut, dass Paris und Berlin sich darüber abstimmen, wie der europäische „Wiederaufbau“ in Europa organisiert und finanziert werden soll. Das deutsch-französische Verhältnis darf kein Kollateralschaden der Corona-Pandemie werden.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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