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Ewiges Leben durch Technologie : Wie wir Götter werden

  • -Aktualisiert am

Michaelangelos „Jüngstes Gericht“ in Rom Bild: Picture-Alliance

Die Pioniere des Internet-Zeitalters haben ein neues Ziel: den Tod abschaffen. Ist das Größenwahn? Mag sein. Doch man sollte ihnen genau zuhören.

          8 Min.

          Das Ewige Leben ist auch nicht mehr, was es einmal war. Früher lag es in den Händen Gottes oder in der menschlichen Phantasie, es war der himmlische Trost im irdischen Jammertal, die schönste Verheißung am Horizont der Zeit. Heute ist das Ewige Leben ein Forschungsprojekt in einem dreistöckigen Beton-Komplex am Veterans Boulevard im Süden von San Francisco.

          Hinter entspiegelten Fensterscheiben wird dort fieberhaft und unter strenger Geheimhaltung nach der Lösung für ein sehr altes Problem gesucht: Menschen sterben. Finanziert wird das Milliardenbudget des Labors von den Visionären des Internet-Zeitalters, Männern, die mit Erfindungen und Geschäftsmodellen reich geworden sind und jetzt die Lebensmitte überschritten haben. Viele von ihnen haben Geld wie Heu. Sie jagen von einem Erfolg zum anderen, sie tüfteln an abenteuerlichen neuen Projekten zu Wasser, zu Lande, in der Luft und im Weltall. Aber auch ihnen droht ein unerquicklicher Alterungsprozess, dessen Verlauf unvorhersehbar ist, dessen Ergebnis feststeht: der Tod. Daran hat sich in den vergangenen Jahrtausenden nichts geändert. Jetzt aber gibt es Hoffnung.

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