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Film über Papst Franziskus : Ein Mann seines Wortes?

Papst Franziskus auf dem Petersplatz im Vatikan. Bild: Reuters

Am 14. Juni kommt Wim Wenders’ Film über einen „Helden der Menschheit“ in die Kinos. Doch die jüngsten Ereignisse zeigen: Papst Franziskus ist nicht Teil der Lösung der Autoritätskrise in der Kirche, er ist Teil des Problems. Ein Kommentar.

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          Ginge es nach dem Regisseur, dann hält in der kommenden Woche ein „Held der Menschheit“ Einzug in die deutschen Kinosäle. Ganz jung ist der Mann nicht mehr, und auch das Weiß seiner Kleidung und seine sanfte Stimme unterscheiden ihn von den muskelbepackten Heroen, die üblicherweise die Welt vor dem Untergang bewahren. Hauptfigur der Saga ist niemand anders als Papst Franziskus, als Heiliger nicht der letzten, sondern dieser Tage kunstvoll in Szene gesetzt von dem Filmemacher Wim Wenders.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Doch die Bilder, die im Verlauf von gut neunzig Minuten auf die Leinwand geworfen werden, sind nicht nur im wörtlichen Sinn Projektionen. Seit seiner Wahl vor gut fünf Jahren ist der Papst, der sich Franziskus nennt, selbst eine Projektionsfläche überschießender, fast messianischer Erwartungen. Wenders’ angeblicher Dokumentarfilm ist nur eines von vielen Beispielen dafür – freilich eines, das sich schon im Titel „Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ ad absurdum führt.

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