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Chinas Aufstieg zur Weltmacht : Partner, Konkurrent – oder Feind?

Eisiges Gesprächsklima im März: Die Chinesische Delegation spricht in Anchorage, Alaska mit dem amerikanischen Außenminister Antony Blinken. Bild: AP

China reagiert gereizt, weil seine Politik zunehmend auf Widerstand und Misstrauen stößt. Die Spannungen nehmen zu. Zum Äußersten muss es aber nicht kommen.

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          Man muss nicht in die Antike eintauchen, um zu begreifen, dass der Aufstieg eines Staates zur Großmacht in Konkurrenz zu einem anderen Spannungen und Konflikte mit sich bringt. Heute trifft das auf China zu. Fast täglich gibt es Belege dafür. Die sind zwar oft rhetorischer Natur, doch als solche ebenso erhellend wie alarmierend.

          Die chinesische Führung reagiert zunehmend gereizt darauf, dass die Vereinigten Staaten, die Nato, die EU sowie asiatisch-pazifische Länder dem geoökonomischen Expansionismus und territorialen Ausgreifen nicht tatenlos zusehen. Pekings Menschenrechtsverletzungen, die Unterwerfung Hongkongs und die Entliberalisierung Chinas haben bei vielen den Sinn dafür geschärft, mit wem sie es letztlich zu tun haben: mit einer staatskapitalistischen Diktatur unter Aufsicht der Kommunistischen Partei und ihres Führers Xi Jinping. Die Frage also stellt sich, ob ein Zusammenstoß zwischen dieser Diktatur, die sich auf der Überholspur der Weltgeschichte wähnt, und der westlichen Staatenwelt unvermeidlich ist.

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