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Kommentar : Solidarität mit Amerika

Bundeswehrsoldaten in Mazar-i-Sharif Bild: dpa

Der Hauptgrund für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr war nach dem 11. September 2001 die Solidaritätsbekundung mit Amerika. Der Abzug deutscher Soldaten würde deshalb auch den Verlust eines diplomatischen Arguments bedeuten.

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          Seit siebzehn Jahren hilft die Bundeswehr in Afghanistan. Erst baute sie Brunnen und Schulen, dann kämpfte sie gegen die Taliban, zuletzt wurden lokale Streitkräfte ausgebildet. Der Hauptgrund für den Einsatz war nach dem 11. September 2001 die Solidaritätsbekundung mit dem geschockten Amerika.

          Doch seit Jahren verschlechtert sich die Lage. Jeden Monat werden mehr als 1300 afghanische Polizisten und Soldaten getötet. Die westlichen Alliierten haben schon achtzig Prozent ihrer einst 130.000 Soldaten abgezogen.

          Entscheidend am deutschen Afghanistan-Engagement blieb dennoch das Signal: Deutschland steht zum Bündnis. Berlins wichtigster Partner in Washington war dabei Verteidigungsminister James Mattis, ein Fürsprecher der Nato und der westlichen Wertegemeinschaft.

          Deutsche Soldaten in Kabul und Mazar-i-Sharif – das half Mattis in seinen Diskussionen mit Präsident Trump. Nun geht Mattis. So gesehen, wäre ein Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan mehr der Verlust eines diplomatischen Arguments als ein Verzicht darauf, Deutschlands Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

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