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Gefährliche Szene : Guns in Town

  • -Aktualisiert am

Prepper sind auf alles vorbereitet – auch auf den Weltuntergang. Bild: Kat Menschik

Prepper sind Leute, die Vorräte und Waffen bunkern und den Tag X herbeifiebern. Wann der Tag X anbricht und wofür das X steht, ist Auslegungssache. Es gibt auch solche, die hier ein bisschen nachhelfen wollen.

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          Prepper sind Männer, die auf alles vorbereitet sind. Wie Patronen in einem Gewehrlauf. To be prepared heißt: allzeit bereit sein. Aber möglichst unauffällig wie der Jäger auf dem Schießstand. Erst wenn er abdrückt, fliegt die Tarnung auf. Prepper gibt es seit dem amerikanischen Bürgerkrieg und heute auch in Deutschland. Auf eines sind sie ganz besonders gut vorbereitet: auf das Sterben der anderen. Denn Prepper sehen sich selbst als Überlebende: von Bürgerkrieg, Hungersnot und Seuchen und heute von Finanzmarktkrisen, Terroranschlägen, manche sagen, auch von Angela Merkels Wiederwahl. Ganz besonders fürchten sie den Tag X.

          Darauf bereiten sie sich unermüdlich vor. Denn wer vorsorgt, kann die große Katastrophe oder sogar den Weltuntergang überleben, das ist der Erlösungsgedanke der Prepper. Wer das nicht tut, darf keine Ansprüche anmelden, wenn alles zusammenbricht. So wie die Zombies in der Serie „The Walking Dead“. Die Antwort auf blutsaugende Schmarotzer heißt: Peng. Prepper sind die Elitetruppe der Hamsterer.

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