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Rückschritte bei Bundeswehr : Offensive in Intransparenz

Wie viele Panzerfahrzeuge sind in der Bundeswehr überhaupt einsatzbereit? Bild: dpa

Die Modernisierung der Bundeswehr dauert länger als erhofft. Dabei bekommen die Streitkräfte große Summen. Woran kann das liegen?

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          Die Bundeswehr ist meistens in der Defensive. Rückzug allenthalben. Über drei Jahrzehnte bekam sie weniger Geld, weniger Ausrüstung, weniger Soldaten. Zu den seltenen Offensiven gehörte daher eine „Transparenzoffensive“ unter Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Parlament und Öffentlichkeit sollten die Tatsachen über den Zustand der Truppe erfahren. Die Zahlen darüber, welche Panzer fahrbereit sind, welche U-Boote tauchen oder wie viele Hubschrauber fliegen können, wurden auch im Ministerium erstmals zentral gesammelt. Bis dahin hatte sich die politische Führung vor allem aus der Zeitung informiert oder in den Kasernen herumtelefoniert.

          Die Veröffentlichungen offenbarten ein besorgniserregendes Gesamtbild. Sie förderten aber auch in Parteien und Gesellschaft die Überzeugung: So wie es ist, kann es nicht bleiben. Die gegenwärtige Diskussion über einen höheren Verteidigungsetat ist dafür ein Beleg. Für von der Leyen sollte ihr politischer Gewinn darin bestehen, dass ganz transparent alle sehen könnten, wie unter ihrer Führung alles besser werde. Leider ist dieser Effekt nur bedingt eingetreten.

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