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Statistiken zum Coronavirus : Die Sterblichkeitsrate und andere Ungewissheiten

Auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Wuhan am 24. Januar Bild: dpa

Zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung werden sich mit dem Coronavirus infizieren – sagt die Bundeskanzlerin. Wie kommt es zu dieser Zahl? Warum die Statistiken zur Epidemie mit so vielen Ungewissheiten behaftet sind.

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          Die existentielle Unsicherheit, die inzwischen fast jeder in der Corona-Pandemie spüren kann, hat mit den vielen Ungewissheiten in unserem Wissen über das Virus zu tun. Verstärkt wird sie durch unseren Umgang mit dem verfügbaren Wissen. Das wird jeden Tag deutlich, wenn neue Statistiken auftauchen.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Wer Zahlen über die Tödlichkeit des Virus liest, die bis auf zwei Stellen hinter dem Komma angegeben werden, neigt dazu, diese zu glauben. Viele Menschen erwarten vermutlich auch, dass die Wissenschaftler und Ärzte, die schon Abertausende Infizierte gesehen und Hunderte Studien angefertigt haben, mittlerweile so viel über das Sars-CoV-2-Virus wissen, dass die unter anderen auch von der Bundeskanzlerin getätigte Aussage als gesichert gelten kann: Zwischen sechzig und siebzig Prozent der Bevölkerung würden mit dem Virus in Kontakt kommen.

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