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Wahlkampf in Amerika : Profi-Sportler wehren sich gegen Trumps „Umkleiden“-Gerede

  • Aktualisiert am

Donald Trump und Hillary Clinton liefern sich im zweiten Fernsehduell eine Schlammschlacht. Bild: Reuters

Sexuelle Belästigung als typisches Gesprächsthema in Männerumkleiden? So beschreibt Donald Trump seine abwertenden Bemerkungen über Frauen. Bekannte amerikanische Profi-Sportler empören sich.

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          Bekannte amerikanische Sportler haben die Behauptung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump empört zurückgewiesen, vulgäre Äußerungen über Frauen seien in Männerumkleiden üblich. „Ich habe so etwas in keinem einzigen Umkleideraum gehört“, twitterte der in der amerikanischen Profiliga NBA spielende Basketballer CJ McCollum von den Portland Trail Blazers. Der NBA-Spieler Jamal Crawford von den Los Angeles Clipper twitterte erstaunt: „Umkleidekabinengespräche?“

          Kritik an Trumps Äußerungen übte auch der American-Football-Spieler Jacob Tamme von den Atlanta Falcons. Er forderte Trump während dessen zweiter Fernsehdebatte mit der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in der Nacht zum Montag in den sozialen Medien auf, mit dem „Gerede von den Umkleidekabinen“ aufzuhören. „Normalerweise“ sei Derartiges in der Männerumkleide nicht zu hören. Und selbst wenn es „normal“ wäre, wäre es „nicht gerechtfertigt“, so Tamme.

          „Ich möchte einen verrückten Mann melden“

          Der ehemalige Star-Basketballer und jetzige Trainer des Teams der North Carolina Central University LeVelle Moton schrieb: „Ich gehe seit dem Alter von fünf Jahren in Umkleidekabinen. Bei dem, was Trump gesagt hat, geht es nicht um 'Umkleidekabinengespräche', sondern um sexuelle Belästigung“.

          Das hitzige Fernsehduell zwischen Clinton und Trump spielte auch bei Twitter eine enorme Rolle. Über die Debatte wurden 17 Millionen Tweets abgesetzt, wie der Kurznachrichtendienst mitteilte. Drei Momente lösten demnach besonders heftige Reaktionen aus: Als der Republikaner Trump sagte, er stimme in der Syrien-Politik nicht mit seinem Vize-Kandidaten Mike Pence überein, als er sich selbst als Gentleman bezeichnete sowie Trumps Ankündigung, die Demokratin Clinton unter seiner Regierung ins Gefängnis bringen zu wollen. Das am häufigsten genannte Thema in allen Tweets war „Terrorismus“.

          Twitter zufolge konnte Clinton während der Debatte 25.000 neue Follower gewinnen, bei Trump waren es 16.000. Allerdings sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen, denn hinter einem großen Teil der „Follower“ verbergen sich offenbar Computerprogramme, sogenannte Bots.

          Während der Debatte in St. Louis im Bundesstaat Missouri wurde folgender Tweet von Nutzer Moustafa Bayoumi bislang am häufigsten geteilt. „Ich bin Muslim, und ich möchte einen verrückten Mann melden, der auf einer Bühne in Missouri eine Frau bedroht.“

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