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Hessen : SPD-Fraktion wählt Schäfer-Gümbel zum Ypsilanti-Nachfolger

  • Aktualisiert am

Thorsten Schäfer-Gümbel Bild: Simon Schwartz

Einstimmig hat die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag Thorsten Schäfer-Gümbel zum Vorsitzenden gewählt. Die Kritik der CDU kommt prompt. Schäfer-Gümbel stehe nicht für einen Neuanfang, sondern sei „und war Teil des Systems Ypsilanti“.

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          Die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag hat am Dienstag ihren ehemaligen Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Der 39 Jahre alte Schäfer-Gümbel erhielt alle Stimmen der 28 anwesenden Abgeordneten, wie die Fraktion in Wiesbaden mitteilte.

          Die SPD-Fraktion hat 29 Abgeordnete, eine Parlamentarierin fehlte am Dienstag wegen Krankheit. Die weiteren Mitglieder des Fraktionsvorstands und der Parlamentarische Geschäftsführer werden in der kommenden Woche gewählt.

          „Neues Personal für einen Neuanfang“

          Schäfer-Gümbel tritt die Nachfolge von Andrea Ypsilanti an, die noch am Wahlabend nach dem schlechten Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl ihre Ämter als Fraktions- und Parteivorsitzende niedergelegt hatte. Schäfer-Gümbel soll Ende Februar auf dem SPD-Parteitag in Darmstadt auch Parteichef werden.

          Hat gut Lachen: Den Wortbruch Andrea Ypsilantis hat Schäfer-Gümbel zum eigenen politischen Aufstieg genutzt
          Hat gut Lachen: Den Wortbruch Andrea Ypsilantis hat Schäfer-Gümbel zum eigenen politischen Aufstieg genutzt : Bild: dpa

          Im Interview mit der Nachrichtenagentur ddp hatte Schäfer-Gümbel eine Neuaufstellung der Fraktionsspitze angekündigt. Er werde in der Fraktion für bestimmte Funktionen Personalvorschläge einbringen, die „den Neuanfang dokumentieren“, sagte er.

          Kritik an der Wahl Schäfer-Gümbels kam vom Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Axel Wintermeyer. Schäfer-Gümbel „war und ist Teil des Systems Ypsilanti“, sagte er. Der neue Fraktionschef stehe daher „nicht für den Neuanfang der hessischen SPD“, auch habe er den Wortbruch und die Wählertäuschung an vorderster Front mitgetragen.

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