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Wadan-Werften : Wahl naht, Werft gerettet

Den Wadan-Werften hilft - einmal mehr - ein russischer Investor Bild: AP

Geschichte wiederholt sich doch: Die Wadan-Werften, Leuchttürme im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern, suchen einen neuen Investor - und finden ihn in Russland. In Berlin und Schwerin hofft und bangt man nun, dass alles gut ausgehen möge, sechs Wochen vor der Wahl.

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          Geschichte wiederholt sich doch: Die Mecklenburger Wadan-Werften, Leuchttürme im strukturschwachen Bundesland, sind auf der Suche nach einem neuen Investor - und finden ihn in Russland. Im vergangenen Jahr war es noch Andrej Burlakow, der von seinen phantastischen Kontakten zum russischen Staat schwärmte und viele neue Aufträge versprach. Doch obwohl Land und Bundesregierung viele Steuermillionen in das Unternehmen gepumpt haben, kam statt neuer Aufträge die Pleite.

          Nun soll wieder ein Russe helfen, der neben seiner früheren Tätigkeit als Energieminister schon mal Burlakows Geschäftspartner war und hinter dem der Staatskonzern Gasprom stehen soll. Wieder ist die Rede vom enormen Potential auf dem russischen Markt. Zwar haben die Russen seit mehr als einem Jahr bei Wadan trotz des vermeintlichen Nachholbedarfs nicht ein einziges neues Schiff bestellt. Trotzdem drängt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen schnellen Abschluss und sagt deutsche Unterstützung zu, die sich wahrscheinlich nicht nur in warmen Worten erschöpfen dürfte. Weil man keinen anderen Investor findet, hofft man in Berlin und Schwerin, dass alles gut ausgehen möge - sechs Wochen vor dem 27. September.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

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