https://www.faz.net/-ge5

Bundespräsidentenwahl : Ein Mann des Volkes

Köhlers Verbleiben im Amt entspricht dem Willen des Volkes. Doch ließ das politische Establishment Berlins den Bundespräsidenten selbst am Tage seiner Wiederwahl spüren, dass es die Begeisterung der Bürger nicht teilt.
Eva Luise Köhler: Glaubwürdiges Engagement

Eva Luise Köhler : Mitgewählt - „die Frau an seiner Seite“

Das Gerücht, Eva Luise Köhler habe ihren Mann mit den Worten „Fünf Jahre sind genug“ von einer weiteren Amtszeit abgeraten, ließ die Gattin des Bundespräsidenten flugs dementieren. Als „First Lady“ dient sie als unbezahlte ständige Mitarbeiterin des Staatsoberhauptes.

Bundespräsidentenwahl im Fernsehen : Wo ist Lammert?

„Spannend“ wird es vor der Bundesversammlung, zur Eröffnung, beim Beginn des Wahlgangs, vor, während und nach der Auszählung - und als Horst Köhler wiedergewählt ist, folgt die spannende Frage, was das nun für die Bundestagswahl bedeute. Live-Fernsehen ist seiner Zeit stets voraus.

Zu viele Hospitäler : Der Patient Deutschland

Die Deutschen lieben ihr Krankenhaus in direkter Nähe – mag es auch noch so schlecht ausgestattet sein. Daher hat auch die Politik kein Interesse an einem großflächigen Abbau der Hospitäler. Vernünftig ist das nicht.

15. Juli 2016 : Das türkische Trauma

Die drei Jahre seit der Niederschlagung des Putschversuchs haben die Türkei nachhaltig verändert – und russische Rüstungslieferungen hoffähig bei Erdogan.

Poker am Persischen Golf : Es geht um die Herrschaft

Amerika und Europa können die Golfregion aus eigenem Interesse nicht anderen Akteuren überlassen – nicht einer anderen externen Macht, wie etwa Russland, und noch weniger Iran.

Ende des INF-Vertrags : Eine neue Bedrohung

Die Appelle des Westens, Russland möge sich wieder an den INF-Vertrag halten, sind vermutlich vor allem an das westliche Publikum gerichtet. In Wirklichkeit geht es längst darum, was danach kommt.

Raketenabwehr aus Russland : Erdogans Angst

Warum geben die Türken hundert supermoderne Kampfflugzeuge aus Amerika auf und kaufen stattdessen eine Raketenabwehr aus Russland? Die Antwort hängt mit dem Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten zusammen.

CO2-Preis : Klima braucht Vorreiter

Manche sagen, Klimaschutz bringt nichts, wenn Deutschland allein vorausgeht. Das Gegenteil ist richtig. Jemand muss den Weg bahnen – und wer, wenn nicht wir?

Selbstlob in Social Media : Der tolle Trump

Diese Woche ließ Donald Trump seine Follower unter anderem wissen, dass er ein „so gutaussehender und kluger“ Präsident sei. Man fragt sich, wann er überhaupt Zeit zum Regieren findet.

Zweite Amtszeit für Horst Köhler : Eine Wahl ist überstanden, die nächste im Sinn

Köhler gegen Schwan: Nach Monaten eines Wettbewerbs, der keiner sein durfte, siegt der Amtsinhaber gegen eine hartnäckige Herausforderin. Auch weil ihm dies schon im ersten Wahlgang gelang, wenn auch denkbar knapp, sehen Union und FDP darin ein Signal für einen Erfolg von Schwarz-Gelb im Herbst.
Feridun Zaimoglu: Wo bleibt Lammert?

Bundespräsidentenwahl : Schwans Gesang

So war es im Reichstag wirklich, als Horst Köhler seine Kontrahentin Gesine Schwan besiegte: Der Wahlmann der Grünen und Bayern-Fan Feridun Zaimoglu berichtet über Zählappelle, elend lange Wartezeitungen und Enttäuschungen.

Seite 2/2

  • Lieferte eine klare Stellungnahme zur Finanzkrise: Bundespräsident Horst Köhler

    Finanzkrise : Köhler: Markt braucht auch Moral

    Erst warnte er vor dem „Monstern“ am Finanzmarkt, als die „systemische Krise“ dann ausbrach, schwieg er aber zunächst. Nun kritisiert Bundespräsident Köhler fehlende Moral, Zynismus und Selbstzufriedenheit in der Finanzbranche - und plädierte für ein „Bretton Woods II.“
  • Was ihre Redekunst angeht, ist Gesine Schwan eher die Antwort auf Roman Herzog

    Gesine Schwan : Spaziergang in rauhem Wind

    Vor vier Jahren war der Weg zur Bundespräsidentschaft ein „Spaziergang“, nun ist er beschwerlich: Gesine Schwan gibt ihre Abschiedsvorstellung als Präsidentin der Europa-Universität Viadrina.
  • Erstmals hielt Köhler seine Rede im Schloss Bellevue

    Berliner Rede : Köhler fordert „Agenda 2020“

    Bundespräsident Köhler hat Arbeit, Bildung und Integration als wichtigste Ziele für Deutschland benannt. „Wenn eins der drei fehlt, leiden auch die anderen.“ In seiner Berliner Rede, die Optimismus verbreiten sollte, machte er konkrete Vorschläge zur Reform des Bundesstaates.
  • Frau Merkel wollte Köhlers Entscheidung nicht vorgreifen

    Große Koalition : Weiterregieren mit einem Torso

    Nach der Nominierung Gesine Schwans fragt sich die Union, ob das Kanzleramt alles richtig gemacht hat. Nun schwanken CDU und CSU zwischen Unmut und Kleinmut im Umgang mit einer SPD, von der sie sich betrogen fühlen. Eigene Fehler werden nicht zugestanden in dieser Präsidentenfrage.
  • Umfrage : Die Deutschen wollen Köhler

    Für die Bundesbürger ist die Sache klar: Würde der Bundespräsident direkt gewählt, stimmten 85 Prozent einer ARD-Umfrage zufolge für Köhler. Selbst SPD-Wähler schätzen seine Arbeit mehr als die von Gesine Schwan.
  • SPD nominiert Schwan : Schritt für Schritt in die Arme der Linkspartei

    Mit der Kampfkandidatur Gesine Schwans beschneidet die SPD ihre Koalitionsoptionen. Da bleibt nach der nächsten Bundestagswahl (wie in Hessen) nur der Ausweg, den die SPD angeblich nie und nimmer nehmen will, obwohl ihn einige ihrer Kader schon Schritt für Schritt vorbereiten.
  • Claudia Roth favorisiert Gesine Schwan

    Bundespräsidentenwahl : Nur für Claudia Roth ist die Sache klar

    Die Grünen legen sich für die Bundesversammlung noch nicht fest. Claudia Roth will damit bis zum Herbst warten, bezeichnet Gesine Schwan aber gleichzeitig als „hoch respektabel“ und Horst Köhler als nicht wählbar. Scheinbar ist sie die einzige in der Grünen-Führung, die das so deutlich artikuliert.
  • SPD nominiert Gesine Schwan : Der Anruf erreichte sie in Mexiko

    Lange Zeit sah es so aus, als würden Kurt Beck und die SPD eine zweite Amtszeit Horst Köhlers unterstützen. Dann kamen die Dinge mal wieder anders. Die Selbstachtung der SPD gebiete es, mit einem eigenen Kandidaten anzutreten, hieß es zunächst. Und schnell war wieder Gesine Schwan im Gespräch.
  • Gesine Schwan : „Ich tue es mit Lust“

    Seit Monaten hat sie in internen Gesprächen ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. „Vertrauen zu schaffen“, hatte Gesine Schwan 2004 als ihr Leitmotiv angegeben. Nun sagt sie: „Wer mich wählt, hat sich für Demokratie entschieden“- und wirbt ausdrücklich auch um die Stimmen der Linkspartei.
  • „Es ist unschwer zu erkennen, dass zur Bürgertugend zunehmend Kompetenzen gehören, die eher weiblicher als männlicher Sozialisation entspringen”

    Sachbuch: „Allein ist nicht genug“ : Was denkt Gesine Schwan?

    Ganz Deutschland diskutiert über Gesine Schwan. Wer die derzeit meistbesprochene Frau des Landes kennenlernen will, lese ihr Buch „Allein ist nicht genug“. Ein gesellschaftlicher Entwurf, eine philosophische Streitschrift über das gute Leben.
  • Bundespräsidentenwahl : Die SPD liefert sich aus

    Eine Gegenkandidatur seitens der SPD wäre das erste Rütteln einer innenpolitischen Bewegung, die das Zeug hat, zur Lawine zu werden. Denn für Gesine Schwan bleibt einzig die Hoffnung auf die Grünen und die Linkspartei.