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Wahlergebnis im Irak : Schiiten verfehlen einfache Mehrheit

  • Aktualisiert am

Die Stimmen sind ausgezählt Bild: dpa/dpaweb

Bei der irakischen Parlamentswahl haben die Schiiten nach dem offiziellen Endergebnis ihre dominante Rolle behauptet, eine einfache Mehrheit jedoch um zehn Sitze verpaßt. Vor allem Sunniten hatten gegen Wahlfälschungen protestiert.

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          Bei der irakischen Parlamentswahl haben die Schiiten nach dem offiziellen Endergebnis ihre dominante Rolle behauptet, eine einfache Mehrheit jedoch knapp verfehlt. Mit 128 Sitzen fehlen der regierenden Vereinigten Irakischen Allianz demnach im neuen Parlament zehn Sitze, um wie bisher mehr als die Hälfte der 275 Abgeordneten zu stellen.

          Ihr bisheriger Koalitionspartner, der Kurdische Block, kam auf 53 Sitze. Das Resultat legte die Wahlkommission am Freitag in Bagdad vor. Drittstärkste Kraft wurde demnach das größte Bündnis sunnitischer Gruppierungen, die erstmals nach dem Sturz von Saddam Hussein bei einer Wahl antraten. Die Irakische Eintracht eroberte 44 Sitze. Elf Sitze gingen an ein weiteres sunnitisches Bündnis, die Front des Nationalen Dialogs.

          Das säkular ausgerichtete Bündnis des ehemaligen Ministerpräsidenten Ijad Allawi erreichte 25 Sitze und blieb damit deutlich hinter seinem bisherigen Anteil zurück. Das Ergebnis entsprach den Erwartungen und brachte kaum Veränderungen gegenüber den bislang vorläufig bekannt gewordenen Sitzverteilungen. Das Parlament ist das erste seit dem Irak-Krieg, das für eine volle Legislaturperiode gewählt ist.

          Vor allem Sunniten hatten allerdings gegen Wahlfälschungen protestiert. Eine internationale Prüferkommission war in einem am Donnerstag vorgelegten Bericht zu dem Schluß gekommen, daß es Manipulationen gegeben habe, diese aber nicht das Gesamtergebnis in Frage stellten.

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