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Die knapp 120 Delegierten dankten Renate Künast mit lang anhaltendem Beifall

Berlin : Grüne plädieren für Koalitionsgespräche mit SPD

Die Berliner Grünen wollen nach zehn Jahren wieder in Berlin mitregieren. Ein Parteitag öffnete mit großer Mehrheit den Weg zu Koalitionsgesprächen mit der SPD. Zuletzt hatte es von Juni 2001 bis Januar 2002 einen rot-grünen Minderheitssenat gegeben.
Zehn Prozent der Deutschen würden die Piratenpartei wählen.

Umfrage : Piratenpartei erstmals zweistellig

Die Piratenpartei steigt weiter in der Wählergunst und erreicht erstmals einen zweistelligen Wert. Im Vergleich zur Vorwoche kann die Partei nach einer Forsa-Umfrage um 2 Punkte auf 10 Prozent zulegen.
Bald wieder gemeinsam in der Bundespolitik: Künast mit Jürgen Trittin, der sich in ihrer Abwesenheit an der Fraktionsspitze etabliert hat

Renate Künast : Von Berlin zurück an die Spree

Ihre Siegwette im Land Berlin ging nicht auf, wie angekündigt will sie deshalb wieder als Vorsitzende der Bundestagsfraktion wirken: Renate Künast steht eine schwierige Phase der „Resozialisierung“ in der Bundespolitik bevor.

Nach Interviewabbruch : Es bleiben viele Fragen an Höcke

Die Aufregung über den Interview-Abbruch und die Drohungen von Björn Höcke verstellt den Blick auf die eigentliche Frage: Wes Geistes Kind ist der AfD-Politiker?

Politisches Engagement : In Altenstadt und anderswo

Die Helden der Demokratie sind in Wahrheit die armen Schweine der Demokratie. Immer weniger wollen ihre Arbeit machen. Das freut die Extremisten.

Zustand der Pädiatrie : Medizin ohne Empathie

Unter den Folgen der Ökonomisierung des Gesundheitssystems müssen vor allem Kinder leiden. Dabei wäre die Lösung des Problems gar nicht so schwierig.

Flüchtlingspakt mit der Türkei : Wo Erdogan recht hat

Der türkische Präsident droht Europa mit einem neuen Strom von Migranten. Doch man sollte ihm genau zuhören. Denn er hat einen Wunsch, den Brüssel nicht einfach abschlagen kann.

Reformen in der Kirche : Päpstlicher Hinterhalt

Erst macht der Papst den Bischöfen Mut, einen Reformprozess anzustoßen. Doch als die ihn beim Wort nehmen, erklärt er sie für inkompetent und unzurechnungsfähig. Das ist einfach irre.

Brexit aus Brüsseler Sicht : Die Interessen der EU

Im Ringen um den Brexit müssen die Errungenschaften der Union geschützt werden. Die Brexit-Verhandlungen sind kein Wunschkonzert – auch wenn viele in London das noch nicht verstanden haben.

Meuthen gegen Steinmeier : Die AfD richtet sich selbst

Es könnte so einfach sein: eine Tradition des Bürgerlichen akzeptieren, die niemand, der bei Sinnen ist, zurückweisen kann. Aber warum wehrt sich die AfD dagegen mit Zähnen und Klauen?
Macht müde Gäule munter: Wundermittel für Mensch und Tier

Fraktur : Tot im Graben

Den Engländern hilft in dieser dunklen Stunde nur noch schwarzer Humor. Und das Wundermittel Ingwer.

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  • Bremens Wähler : Von Fakten unbeeindruckt

    Warum machen Bremens Bürger die bisherigen Koalitionäre zu Gewinnern, wo es doch viele Gründe gibt, den Stadtstaat als „failed state“ anzusehen? Vielleicht weil der politische Status quo allemal besser ist als eine Reise ins Ungewisse.
  • Karoline Linnert : Mit der Lust am Ausreizen

    Ihre Strategie ist eine „kontrollierte Offensive“ und so mancher Bremer Unternehmer sagt voller Respekt, sie sei der einzige Mann im Senat: Karoline Linnert passt nicht in hergebrachte Politikermuster.
  • Linnert sprach am Wahlabend verhalten über die SPD: Man habe sich „nicht täglich lieb”

    Der Wahlabend in Bremen : Im grünen Herzen pumpt es

    Für Bremens Bürgermeister bot der Wahlabend nur Anlass zu zurückhaltender Freude. Denn es gab nur einen wirklichen Sieger: Böhrnsens Koalitionspartner, die Grünen. Die SPD wird sich in Senat und Bürgerschaft an eine neue Tonlage gewöhnen müssen.
  • Jens Böhrnsen mit seiner Lebensgefährtin Birgit Rüst auf dem Weg zur Stimmabgabe in Bremen

    Jens Böhrnsen : Ellenbogenfrei

    Jens Böhrnsen ist das disziplinierte Norddeutsche eigen. Früher wurde er als farblos empfunden - aber mit seinem Wahlsieg kann er etwas vorweisen, was derzeit kaum ein anderer Sozialdemokrat vermag.
  • Kurt Beck während eines Gottesdienstes vor der konstituierenden Sitzung des Landtags am Mittwoch

    Kurt Beck wiedergewählt : Im Auenland

    Der „ewige“ Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz wurde heute wiedergewählt. Kurt Beck erhielt 60 Stimmen, genau so viele, wie die rot-grüne Koalition gemeinsam hat. Allmählich muss er daran denken, seine Nachfolge zu regeln.
  • Winfried Kretschmann leistet am Donnerstag den Amtseid

    Kretschmanns Wahl : Das Amt ist zum Mann gekommen

    Es ist ein historischer Moment, als der erste grüne Ministerpräsident nach dreißig Jahren in der Opposition auf der Regierungsbank Platz nimmt. Doch Pathos ist Kretschmanns Sache nicht: Nie, sagt er, habe er von diesem Amt geträumt.
  • Das Rathaus von Bremen gehört seit 2004 zum Unesco-Weltkulturerbe

    Bürgerschaftswahl in Bremen : Wenig Wirbel an der Weser

    Der Wahlkampf in Bremen war kurz und unaufgeregt. Die SPD wird wohl weiter - wie seit 65 Jahren - den Bürgermeister stellen. Wer auch gewinnt, wird das größte Problem des kleinsten Bundeslandes kaum lösen können: Die Verschuldung.
  • Nach den jüngsten Landtagswahlen hat weder schwarz-geld noch rot-grün eine Mehrheit im Bundesrat

    Bundesrat : Neues altes Länderkammerspiel

    Nach den jüngsten Wahlen hat sich das Stimmenverhältnis im Bundesrat so verändert, dass sich eigentlich nichts verändert. Glaubt man allerdings den Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte, könnten die derzeitigen Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat das baldige Aus für Schwarz-Gelb im Bund bedeuten.
  • Der politische Ausnahmezustand, dem Mappus zum Opfer fiel, wird abklingen

    Schwarz-Grün? : Nach dem Störfall

    Nach dem Blutsonntag von Stuttgart wird sich auch die Kanzlerin noch einmal mit grünen „Hirngespinsten“ beschäftigen müssen, wenn sie über das Jahr 2013 hinausblickt. Die große und die kleine Volkspartei sind sich in manchen Themen ohnehin schon näher gerückt, als beide zugeben wollen.
  • Jubel und Applaus bei Gabriel, Nahles und co.

    Die SPD : Falsche Jubler

    Nach den Ergebnissen der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hätte die SPD enttäuscht sein müssen. Doch in Berlin herrschte Hochstimmung über das Ergebnis. Den Genossen fehlt in ihrer Politik eine klare Linie.
  • Die Begriffe Freiheit und Bürgerrechte verbindet man mit der Partei schon lange nicht mehr

    Kommentar nach den Wahlen : Der Fall der Liberalen

    Die FDP hat deutlich Stimmen verloren. Dabei hatte die Partei bei der letzten Bundestagswahl noch 15 Prozent erzielt. Seither vergingen anderthalb qualvolle Jahre, die angestammte FDP-Wähler verzweifeln ließen und viele liberale Erstwähler lebenslang vertrieben haben.
  • Nach den Wahlen : Heftiger Streit in der FDP

    Nach den schweren Wahlniederlagen steht der FDP ein personeller und inhaltlicher Umbau bevor. Der Parteivorsitzende Westerwelle schwenkte am Montag nach überdeutlichen Hinweisen seines Generalsekretärs und anderer Präsidiumsmitglieder ein auf einen selbstkritischen Kurs.
  • Grüne nach der Wahl : Regieren im Spagat

    Die Bundes-Grünen übten sich am Montag erst einmal in Demut. Man dürfe jetzt nicht „überschnappen“, sagte die Parteivorsitzende Claudia Roth. Aber das Stichwort des Tages ist „Augenhöhe“ - mit der SPD.