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Verfassungsschutz : „Wachsende Radikalisierung und Gewaltbereitschaft“

  • Aktualisiert am

Stephan Kramer, Thüringer Verfassungsschutzchef, sieht die derzeit größte Gefahr im Rechtsextremismus. Bild: dpa

Thüringens Verfassungsschutzchef Stephan Kramer stellt insgesamt eine wachsende Radikalisierung und Gewaltbereitschaft fest. Im Umgang mit Rechtsextremismus sieht er auch Versäumnisse von staatlicher Seite.

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          Der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, hält den Rechtsextremismus für das derzeit größte Problem. „Wir stellen insgesamt eine wachsende Radikalisierung und Gewaltbereitschaft in allen Extremismusbereichen fest“, sagte Kramer zu Bild am Sonntag: „Der Islamismus stellt durch die hohe abstrakte Gefahr von Terroranschlägen zweifellos eine große Gefahr dar. Aus meiner Sicht ist aber der Rechtsextremismus und Terrorismus derzeit eine noch größere Gefahr, weil er neben den tatsächlichen Gewaltakten unsere Demokratie auch in ihren Fundamenten bedroht.“

          Im Umgang mit dem Rechtsextremismus sieht Kramer auch Versäumnisse auf staatlicher Seite. „Große Teile der Sicherheitsbehörden haben den Rechtsextremismus, inklusive des rechtsextremistischen Terrorismus, nicht wirklich als Bedrohung wahrgenommen“, sagte er: „Nach dem NSU-Skandal hat man dann den gewalttätigen Rechtsextremismus angepeilt, aber den ideologischen Unterbau vernachlässigt.“

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