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Kommentar : Schmerzhafter Sieg

Der Parteivorsitzende der sozialdemokratischen SAP ist der Wahlsieger in Schweden Bild: Reuters

Sozialdemokrat Stefan Löfven ist der Wahlsieger in Schweden. Dennoch ist die Aussicht auf die kommenden Jahre bescheiden, er wird eine Minderheitsregierung bilden müssen.

          Zurück an die Macht eilt die einst stolze schwedische Sozialdemokratie nicht etwa mit großen Schritten. Sie stolpert vielmehr in die Regierungsverantwortung zurück. Zwar wird aller Voraussicht nach bald wieder ein Sozialdemokrat die Regierung führen – doch für Stefan Löfven ist es ein schmerzhafter Sieg, nicht nur wegen des schwachen Ergebnisses. Auch die Aussicht auf die kommenden Jahre ist bescheiden. Lange waren die Sozialdemokraten ihre eigene Minderheitsregierung, Unterstützung holten sie sich bei Bedarf bei einer der übrigen Parteien.

          Mittlerweile sind nicht mehr alle Parteien so einfach für eine Kooperation zu haben: In den vergangenen acht Jahren hat sich ein bürgerlicher Block aus vier Parteien verfestigt, der als „Allianz“ regiert hat – die Preise für eine Zusammenarbeit sind also gestiegen. Zum anderen wären die Sozialdemokraten auf die Unterstützung von Grünen und Linken angewiesen, um über mehr Mandate zu verfügen als ebendiese Allianz – und hätten auch wegen der Stärke der Schwedendemokraten doch keine Mehrheit im Reichstag. Die Regierungsbildung wird kompliziert. Das Regieren umso mehr.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

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