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Überraschendes Umfrage-Hoch : Warum die Grünen im Osten bald mitregieren könnten

Die Lage ist ernst: Grünen-Chef Robert Habeck und Spitzenkandidatin Ursula Nonnenmacher besuchen die Gruppe „Stinknormale Superhelden“ in Brandenburg. Bild: dpa

AfD hin oder her: Auch die Grünen legen schon seit längerem im Osten stark zu. Die Partei will sogar regieren. Kann das gelingen?

          7 Min.

          Eine grüne Ministerpräsidentin in Potsdam? Es ist nicht so, dass ein solches Ziel in der Lebensplanung von Ursula Nonnemacher je eine Rolle gespielt hätte. Denn bis vor kurzem war die 62 Jahre alte Ärztin für innere Medizin und dreifache Mutter eine bundesweit kaum bekannte Fraktionsvorsitzende einer kleinen, aber fleißigen Sechs-Personen-Fraktion im Brandenburger Landtag.

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.
          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Doch seit Mitte Juni wurde die grüne Spitzenkandidatin pausenlos gefragt, wer denn den Posten des Regierungschefs übernehmen werde, wenn die grüne Partei bei der Landtagswahl am 1. September ganz weit vorne landen sollte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Brandenburger Grünen, die 2014 nur 6,2 Prozent der Stimmen bekommen hatten, in einer Umfrage zum ersten Mal 17 Prozent erreicht. Sie lagen damit gleichauf mit der CDU, nur einen Prozentpunkt hinter der SPD und drei Punkte vor den Linken. In Potsdam regiert seit 2014 eine rot-rote Koalition, die aber in Umfragen schon lange keine Mehrheit mehr hat. Doch die Grünen trauten ihrer Stärke im Juni noch nicht. Als aber die Umfragen auch nach den Sommerferien so blieben, gab Nonnemacher am Wochenende auf einem kleinen Parteitag der Grünen ihr Jawort. Ja, wenn der Wähler es so entscheide, dann stehe sie auch für das Spitzenamt im Land bereit.

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